Umfrage zu Gemeindefinanzen: Teil 2

Gemeindefinanzen analysieren

Wie steht es um die Finanzen von Österreichs Gemeinden? Wie gehen die kommunalen Entscheider auf der Suche nach möglichen Kreditgebern vor? Und wie erfolgreich sind sie dabei? Diese Fragen werden in Teil 2 unserer dreiteiligen Serie zum Status Quo der Gemeindefinanzen in Österreich beleuchtet.

Nachdem es im ersten Teil der Blogreihe um die finanziellen und demografischen Grundlagen der Gemeinden ging, steht jetzt die Finanzierungspraxis im Vordergrund. So fragt die Mehrheit (80%) im Durchschnitt drei bis fünf Kreditgeber an, um ein Darlehen aufzunehmen. Nur vereinzelt gaben Teilnehmer an, zehn oder mehr Investoren anzusprechen.

Die Hausbank nimmt als Finanzpartner vor Ort nach wie vor eine starke Stellung ein. Für nahezu alle Befragten ist die regionale Sparkasse oder Volksbank erste Anlaufstelle für Kreditanfragen. Zusätzlich dazu wenden sich Gemeinden verstärkt an überregionale Banken. Institutionelle Investoren, wie zum Beispiel Versicherungen oder Pensionskassen, spielen (bislang) so gut wie keine Rolle.

Mögliche Kreditgeber

Mögliche Kreditgeber

Überblick kommunale Kreditgeber

Drei bis fünf Kreditangebote im Durchschnitt

Knapp neun von zehn Gemeinden erhalten durchschnittlich drei bis fünf Angebote auf ihre Anfrage. Die folgende Abbildung verdeutlicht die Staffelung im Detail.

Anzahl Kreditangebote österreichischer Gemeinden

Kreditangebote für Kommunen

Auf die Frage, ob sie weniger oder mehr Kreditangebote als früher bekommen, antwortete über die Hälfte der befragten Gemeinden (59%), dass die Zahl der Angebote gleichgeblieben sei. Bei 18% der Befragten waren es mehr, bei 23% weniger. 

Was sind die Gründe für weniger Angebote?

Gefragt nach den Gründen für weniger Angebote, wurde vor allem ein generell fehlendes Interesse der Finanzinstitute genannt. Zu kleine Kreditsummen seien zu wenig attraktiv für Investoren, das gelte insbesondere für größere überregionale Kapitalgeber.

Chance für innovative und flexible Finanzierungsmodelle 

Finanzierungsplattformen wie Loanboox können hier Abhilfe schaffen. Aufgrund der Diversität der an Loanboox angeschlossenen Kapitalgeber – rund 40 Investoren haben einen Plattform-Zugang – findet sich auch für kleinere Anfragesummen ein passender Finanzpartner.  Weiterer Mehrwert: Gemeinden können ihre Hausbanken via Einladungsfunktion gezielt in den digitalen Ausschreibungsprozess mit einbeziehen, auch wenn diese noch nicht auf der Plattform registriert sein sollten.

Möchten Sie sich über die Finanzierungsmöglichkeiten bei Loanboox informieren? Dann klicken Sie hier.

Umfrage zu Gemeindefinanzen: Teil 1

Umfrage zu Gemeindefinanzen: Teil 1

Wie steht es um die Finanzen von Österreichs Gemeinden? Welche Art der Verzinsung wird bevorzugt? Wie schätzen die kommunalen Entscheider ihren eigenen Stand bei der Digitalisierung ein? Teil 1 von 3 unserer Serie zum Status Quo der Gemeindefinanzen in Österreich.

Kommunalnet und Loanboox haben dafür Anfang des Jahres mehr als 650 Gemeinden aus Österreich zu ihrem Finanzverhalten befragt. Im ersten Teil stellen wir Ihnen die allgemeinen Umfrageergebnisse inklusive einiger ausgewählter Finanzfakten vor.

Größe und Herkunft der Gemeinden

Abbildung 1 zeigt die regionale Verteilung der Umfrageteilnehmer. Rund 35 % der befragten Gemeinden stammen aus Oberösterreich. Danach folgen Niederösterreich und Tirol mit 23 % bzw. 10 %.  Die Teilnehmerzahlen aus den Bundesländern Voralberg, Burgenland, Salzburg, Kärnten, Steiermark und Wien liegen im einstelligen Prozentbereich.

Acht von zehn der befragten Gemeinden weisen eine Einwohnerzahl bis zu 5.000 auf, während knapp 15 Prozent der Teilnehmer bis zu 10.000 Einwohner verfügen.  Die restlichen 5 % verteilen sich auf Gemeinden mit einer Einwohnerzahl zwischen 10.000 bis 50.000 Einwohner.

Pro-Kopf-Verschuldung

Die Schuldenlast der Gemeinden ist ungleich verteilt. Nur 3 % haben gar keine Schulden. Doppelt so viele Gemeinden weisen dagegen eine Pro-Kopf-Verschuldung von mehr als 4.000 Euro auf. Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer (63 %) ist mit 1.000-3.000 Euro pro Kopf verschuldet.

Verbindlichkeiten

Nahezu alle Gemeinden (90 %) nutzen Darlehen als bevorzugtes Finanzierungsinstrument. Andere Instrumente zur Fremdfinanzierung spielen kaum eine Rolle. So geben lediglich 1,7 bzw. 0,6 % der Teilnehmer an, Schuldscheine oder Anleihen zu halten.et.

Art der Verzinsung

Ein ausgewogenes Bild zeigt sich bei der Frage nach der Verzinsung. Während rund ein Drittel der Gemeinden den Großteil ihrer Schulden mit einer variablen Verschuldung ausgestattet hat, bevorzugt jeder vierte Befragte eine fixe Verzinsung. Hingegen setzen 42 % der Gemeinden auf eine Mischlösung aus variabler und fixer Verzinsung.

Kreditplattformen etablieren sich in der Kommunalwirtschaft

Die digitale Kreditausschreibung setzt sich in Österreich zunehmend durch: Inzwischen nutzen über 120 Gemeinden unsere digitale Plattform für Kommunalkredite. Insgesamt wurden seit dem Marktstart von Loanboox in Österreich mehr als 30 Abschlüsse vermittelt – Tendenz stark steigend. Allein im ersten Halbjahr 2020 haben sich 14 Gemeinden erfolgreich über Loanboox finanziert.

So zum Beispiel die Gemeinde Altmünster:

Wir haben uns für den Schritt entschieden, weil der gesamte Prozess über die Loanboox Plattform wesentlich effizienter und einfacher ist.

sagt Finanzleiter Hermann Wiesinger.

Die Nutzung von Kreditplattformen wird weiter zunehmen. Das bestätigt auch Lucas Sobotka, Geschäftsführer von Kommunalnet:

Die Entwicklung zeigt deutlich, dass Online-Vermittlungsplattformen als sinnvolle Ergänzung für das kommunale Finanzmanagement verstärkt geschätzt werden.

Axpo Holding AG platziert ersten börsenkotierten Green Bond über Loanboox

Axpo Holding AG platziert ersten börsenkotierten Green Bond über Loanboox

Köln, 15. Juli 2020. Als erste Emittentin platziert die Axpo Holding AG einen börsenkotierten grünen Bond vollständig digital über die unabhängige Fremdkapitalmarkt-Plattform Loanboox.

Die börsenkotierte grüne Anleihe über 133 Millionen Franken mit einer Laufzeit von 7 Jahren stieß am Kapitalmarkt auf großen Anklang. 35 Aufträge erhielten eine Zuteilung. Der  Energiekonzern finanziert mit dem eingenommen Kapital Projekte in den Bereichen Photovoltaik und Windenergie. Das starke Interesse auf Seiten der Investoren unterstreicht die Nachfrage nach nachhaltigen Investitionen und bestätigt Axpo in ihrer Strategie des profitablen Wachstums bei den Erneuerbaren Energien. 

Erste vollständig digitale Unternehmensanleihe

Der grüne Bond wurde vollständig digital über die Fremdkapitalmarkt-Plattform Loanboox emittiert. Im dynamischen Live-Bookbuilding-Verfahren auf der Plattform haben die Investoren den Preis selbst gesetzt. Sämtliche Prozessschritte, Fristen und Gebühren waren für Investoren und Emittentin bereits im Voraus bekannt und jederzeit einsehbar. Die Entwicklung des Order Buchs konnte von beiden Seiten live mitverfolgt werden. Die Anleihe hat das Energieunternehmen schließlich breit bei Asset Managern, Banken, Fonds, Pensionskassen und Versicherungen platziert. Martin Denkinger, Head Financing & Cash Management bei Axpo, zeigt sich sehr zufrieden mit der Premiere:

Die Transaktion über Loanboox hat reibungslos funktioniert, eine deutlich erhöhte Transparenz in Bezug auf die Investoren ermöglicht und nicht zuletzt auch die Emissionskosten optimiert.

Wichtiger Schritt zur Digitalisierung des Kapitalmarkts

Nach der erfolgreichen Etablierung als führende Plattform im Bereich Gemeindefinanzierung digitalisiert Loanboox somit auch den Anleihenmarkt. Philippe Cayrol, CEO von Loanboox:

Diese erste Anleihe ist ein Beweis dafür, dass unser digitaler Prozess einen Mehrwert für alle Marktteilnehmer schafft. Wir sind stolz und freuen uns, zusammen mit innovativen Kunden und Partnern neue Standards in Sachen Transparenz, Preisbildung und Zuteilung im Primärmarkt zu schaffen – in der Schweiz und Europa.

Kompetente Partner standen bei der Transaktion zur Seite

Der festverzinsliche Green Bond der Axpo Holding AG hat einen Coupon von 1.002 Prozent. Die Anleihe wird an der Schweizer Börse SIX Swiss Exchange kotiert. Als Partner stehen Société Générale Paris, Zurich Branch als Zahlstelle und Kotierungspartner, Deutsche Bank (London) als Market Maker, First Advisory Bond Services AG als Anleihevertreterin sowie PwC Schweiz als Due Diligence Agent zur Seite. Loanboox wurde für die Transaktion zudem von Bär & Karrer AG als Legal Advisor unterstützt.

Bond-Geschäft in Deutschland in den Startlöchern

Auch in Deutschland bereitet sich Loanboox intensiv auf das Geschäft mit Anleihen vor. Im April hat das Fintech von der Finanzaufsicht BaFin die Erlaubnis für Finanzdienstleistungen gemäß Paragraph 32 Kreditwesengesetz (KWG) erhalten. Seit kurzem ist Loanboox zudem berechtigt, im Wege des grenzüberschreitenden Dienstleistungsverkehrs Finanzdienstleistungen in Österreich und den Niederlanden zu erbringen. «Aktuell sind wir im Austausch mit verschiedenen Partnern, um unser Live-Bookbuilding-Verfahren für den deutschen Markt anzupassen. Anschließend werden wir das Produkt potenziellen Investoren und Emittenten vorstellen», sagt Jan Eibich, Geschäftsführer von Loanboox Deutschland.

 

Über Loanboox
Loanboox ist die unabhängige Fremdkapitalmarkt-Plattform. Auf dieser werden kapitalsuchende Unternehmen bzw. Einrichtungen der Öffentlichen Hand mit Investoren verbunden. Die teilnehmenden Parteien können auf der Plattform ohne Zwischenhändler verhandeln und Kredittransaktionen vollständig digital abschließen. Seit dem Start von Loanboox in Deutschland im Oktober 2017 wurden Finanzierungen von mehr als 9 Milliarden Euro über die Plattform angefragt. Rund 600 Kreditnehmer und 150 Kapitalgeber aus Deutschland sind inzwischen an die Plattform angeschlossen.

Neuer Release: Alles neu macht der Mai!

Loanboox funktioniert in allen Bereichen auch während der Coronakrise bestens, so hat unser Entwicklerteam beispielsweise den neuen Release aus dem Homeoffice ausgerollt. Es hat für alle etwas dabei. Hier die wichtigsten Änderungen. 

Website:

Neues Design

Da gibt’s nicht viel zu erklären – wir hoffen, Sie empfinden es als intuitiv und es gefällt Ihnen.

Fokus auf relevante Inhalte: Unser neuer Blog

Unser Blog-Bereich ist die erste Anlaufstelle für Neuigkeiten rund um Loanboox und aktuelle Marktentwicklungen. Neu werden hier vermehrt Whitepaper, Marktinformationen, Factsheets und vieles mehr abrufbar sein. Es lohnt sich also, regelmäßig reinzuschauen. 

Lenny und Noa, unsere Chatbots

Die Loanboox-Familie hat Zuwachs erhalten: Lenny und Noa, unsere beiden Chatbots. Sie beantworten Ihnen gerne Ihre Fragen oder leiten Sie an unser kompetentes Support-Team weiter.  
An dieser Stelle: Ein herzliches Dankeschön an das Start-up Aiaibot, das den Chatbot entwickelt hat. Testen Sie den Chatbot aus (einfach auf den Kopf unten rechts klicken).  

Plattform:

Neues Design

Auch das Design der Plattform wurde überarbeitet und überzeugt jetzt mit einer intuitiveren Benutzeroberfläche, vereinfachten Tab-Strukturen, Action-Buttons und einem komplett neuen Dokumenten-Center.

 

Support-Unterstützung


Um Sie möglichst gut bei Ihrem Finanzierungsprojekt begleiten zu können, haben wir zwei Neuerungen eingeführt: Zum einen finden Sie Ihren direkten Ansprechpartner auf der Startseite angezeigt. Bei Fragen können Sie sich jederzeit via Chat oder Anruf an Ihren persönlichen Ansprechpartner wenden. Zum anderen gibt es neuerdings einen Schritt-für-Schritt Assistenten, der Sie durch die wichtigsten Funktionen führt.

Speziell für Kreditnehmer interessant: Das Portfolio-Tool

Neu bieten wir unseren Kreditnehmern ein Portfolio-Tool an. Hier können Sie einerseits die wichtigsten Fakten über Ihre bisher getätigten Finanzierungsanfragen auf einen Blick einsehen (Zinszahltermine, Ablauf etc.) und ablaufende Tranchen mit wenigen Klicks erneuern und finden. Auch können Sie Ihre Darlehen, die Sie abseits von Loanboox abgewickelt haben, im Portfolio erfassen, um stets einen Gesamtüberblick zu haben. Andererseits finden Sie hier aktuelle Marktentwicklungen und Zinsübersichten grafisch dargestellt.

Speziell für Kapitalgeber interessant: Investorenprofil und Direktdarlehen

Neu haben Sie die Möglichkeit, in Ihrem Investorenprofil die Filterkriterien nach Laufzeit, Währungen, Sektoren, Regionen etc. Ihrem individuellen Bedarf anzupassen. Zudem hat Loanboox mit Direktdarlehen ein neues Produkt lanciert. Darüber können Sie tagesaktuelle Angebote für kurzfristige Kredite mit unterschiedlichen Laufzeiten und entsprechenden Zinskonditionen proaktiv – und nicht erst auf Nachfrage – auf Loanboox hochzuladen. Für weitere Informationen steht Ihnen Ihr persönlicher Kundenberater gerne zur Verfügung

Empfehlung für all unsere Nutzer: Kein IE 11 mehr nutzen

Sollten Sie noch mit dem Browser Internet Explorer 11 arbeiten, so empfehlen wir Ihnen dringendst, diesen zu erneuern oder einen anderen Browser zu nutzen. Ansonsten funktioniert die Plattform nicht mehr wie gewünscht. Dies hilft Ihnen übrigens auch für viele andere Programme, nicht nur für Loanboox. 

Auffrischung benötigt oder direkt loslegen? 

Abgesehen von diesen Anpassungen gibt es zahlreiche weitere Neuerungen, die Sie auf der Plattform entdecken können.

Sie möchten mehr zum neuen Release erfahren? Gerne erklären wir Ihnen die Funktionalitäten in einem Webinar ausführlich oder Sie testen es direkt selbst auf der neuen Plattform aus.  

– für unsere registrierten Nutzer – 

– für Neukunden und registrierte Nutzer –

Fragen oder Anmerkungen? 

Bei Fragen stehen wir jederzeit gerne zur Verfügung, per Chat oder unter +49 221 9865420. Wir freuen uns, zusammen mit Ihnen auch in Zukunft die Fremdkapitalmärkte zugänglicher, effizienter und transparenter zu gestalten.

 

Ihr Loanboox-Team

Whitepaper zu Kommunalfinanzierung

Whitepaper zu Kommunalfinanzierung

Whitepaper zu Kommunalfinanzierung

Digitale Kommunalfinanzierung: Vorteile durch den Einsatz einer digitalen Plattform

Die Darlehensbeschaffung von Gebietskörperschaften, Zweckverbänden sowie deren Eigen- und Regiebetrieben ist durch traditionell gewachsene analoge Strukturen geprägt. Der in den Kommunen anstehende Finanzbedarf wird bislang manuell per Email, Fax oder Telefon an wenige, regional verbundene Finanzinstitute übermittelt und aus einzelnen Angeboten wird das wirtschaftlichste ausgewählt. Der Prozess ist ineffizient und intransparent.

FinTechs wie Loanboox vereinfachen den kommunalen Kreditbeschaffungsprozess mit ihren onlinebasierten Finanzierungsplattformen. Erfahren Sie in unserem Whitepaper, wie Sie digitale Plattformen nutzen können, um den idealen Finanzpartner für Ihre Finanzierung zu finden.

Folgende Fragen werden im Whitepaper beantwortet:

  • Wie funktioniert eine digitale Finanzierungsausschreibung?
  • Welchen Mehrwert bieten Plattformen für Kommunen?
  • Was ist hinsichtlich Volumina und Laufzeiten zu beachten?
  • Welche Unterlagen braucht man für eine Finanzierung?

Sie haben Interesse an dem Whitepaper?

Bitte schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@loanboox.de an. Wir schicken Ihnen dann schnellstmöglich das Whitepaper.

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