Die Nebenwirkungen des billigen Geldes

by | Feb 15, 2018 | Einblick, Finanzieren, Investieren

Niedrigzinspolitik

Wie unser Gastautor und Finanzexperte Dr. Daniel Stelter im Beitrag Wann kommt die Zinswende? berichtete, wird es noch lange Zeit bei tiefen Zinsen bleiben. Dabei sind die schlechten Nebenwirkungen des billigen Geldes allgegenwärtig – und zwar für alle Seiten:

  • Die tiefen Zinsen verhindern die dringende Bereinigung im Markt. Kranke Unternehmen und Überkapazitäten bleiben erhalten, statt den Markt zu bereinigen. Dies vergiftet das Wasser für alle.
  • Tiefe Zinsen verleiten zu Spekulation und Fehlinvestments, was die Stabilität des Finanzsystems weiter gefährdet.
  • Sparer müssen immer mehr sparen, wenn sie bei niedrigen Zinsen für das Alter vorsorgen wollen.
  • Die Verschärfung einer erfolglosen Politik macht misstrauisch. So verlieren die Notenbanken ihr wichtigstes Instrument – ihre Glaubwürdigkeit.
  • Der Zeitraum seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges ist die einzige Periode, in dem es zu keiner Deflation kam. Dies dürfte auf die völlige Loslösung vom Gold zurückzuführen sein.

Zur Person:

Dr. Daniel Stelter ist Gründer des auf Strategie und Makroökonomie spezialisierten Forums beyond the obvious, das Antworten auf die wirtschaftlichen und finanzpolitischen Fragen unserer Zeit sucht. Er war von 1990 bis 2013 Unternehmensberater bei der internationalen Strategieberatung The Boston Consulting Group (BCG), zuletzt als Senior Partner, Managing Director und Mitglied des BCG Executive Committee. Von 2003 bis 2011 verantwortete er weltweit das Geschäft der BCG-Praxisgruppe Corporate Development (Strategie und Corporate Finance). Für die WirtschaftsWoche Online schreibt der Finanzexperte, der auch im Advisory Board von Loanboox sitzt, jede Woche die Kolumne “Stelter strategisch”.

Archives

Sharing is caring : )