Kämmerer-Umfrage: Kommunen sind offen für digitale Zukunft in der Finanzverwaltung

by | Nov 26, 2018 | Finanzieren, Medien

Studie in Kooperation mit TUM School of Management an der TU München

Kommunalkredite werden verstärkt digital abgewickelt: Mehr als drei Viertel der Kämmerer in Deutschland nutzen bereits internetbasierte Finanzierungsplattformen bzw. möchten in Zukunft verstärkt auf onlinegestützte Ausschreibungen setzen. Das ergibt eine aktuelle Studie zum Finanzierungsverhalten der Kommunen, die das Fintech Loanboox in Zusammenarbeit mit der TUM School of Management an der Universität München durchgeführt hat.

Für die Studie wurden mehr als 100 kommunale Finanzverantwortliche aus den Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt befragt. Die Ergebnisse der Umfrage legen nahe, dass die meisten Kommunen dem digitalen Wandel in der Finanzverwaltung grundsätzlich offen gegenüberstehen. Bei der Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen besteht jedoch noch Verbesserungspotenzial.

Internetplattformen gewinnen an Bedeutung

So setzt die Mehrheit der befragten Kämmerer nach wie vor auf die herkömmlichen Kanäle zur Kreditausschreibung. Der Großteil der Befragten (82 %) bevorzugt E-Mails. Am zweithäufigsten wird das Telefon genannt (68,9%). Auch das Fax ist in Deutschlands Rathäusern nach wie vor beliebt. Knapp jeder dritte Kämmerer nutzt diesen analogen Ausschreibungskanal, um Kredite bei Banken anzufragen. Dicht dahinter folgen allerdings schon Internetplattformen. 15 Prozent haben bereits ein oder mehrere Darlehen über eine derartige Finanzierungsplattform ausgeschrieben. 61 Prozent können sich eine onlinegestützte Ausschreibung über einen digitalen Marktplatz grundsätzlich vorstellen. Im Vergleich zu früheren Erhebungen* ist dieser Anteil deutlich gestiegen.

Interessant ist, dass die Antworten der Kämmerer von Bundesland zu Bundesland variieren. Von den 24 Prozent, für die in absehbarer Zeit eine Nutzung von Finanzierungsplattformen nicht in Frage kommt, stammen zum Beispiel drei Viertel aus den finanzstarken Bundesländern Bayern und Baden-Württemberg.

Kommunen sehen keine regulatorischen Hürden

71 Prozent der Befragten haben keinerlei Bedenken in Bezug auf Internetplattformen. Stattdessen sind es eher praktische und politische Fragen, die in einigen Kommunen noch für Zurückhaltung beim Einsatz von digitalen Kreditausschreibungen sorgen. Als Hürden sehen die kommunalen Finanzverantwortlichen neben fehlenden Erfahrungswerten unter anderem konservative Verwaltungsmechanismen und mangelnde politische Akzeptanz, etwa im Stadtrat.

Steigender Fremdkapitalbedarf erwartet

Jede zweite Kommune erwartet einen steigenden Fremdkapitalbedarf. Dabei gibt es je nach Region große Unterschiede. Während in Baden-Württemberg mehr als die Hälfte der Kommunen von einem erhöhten Fremdkapitalbedarf ausgeht, sind es in Nordrhein-Westfalen nur zwei von elf Kommunen. Begründet wird der erhöhte Fremdkapitalbedarf in Baden-Württemberg mit geplanten oder schon beschlossenen Investitionen.

Hier können Sie das PDF zur Pressemitteilung “Kommunen sind offen für digitale Zukunft in der Finanzverwaltung” downloaden.

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Bitte schicken Sie uns eine Mail mit Ihren Kontaktdaten an info@loanboox.de. Wir schicken Ihnen dann schnellstmöglich die Studie.

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