Krieg, Pandemie und Inflation: Ein Zins-Update.

Das aktuelle Weltgeschehen verlangt der Wirtschaft viel ab und macht die Situation auf den Finanz- und Zinsmärkten unübersichtlich. Wie stark sind die Zinsen angestiegen? Was sind die Gründe dafür? Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Der Ukraine-Krieg treibt die Preise weiter an und setzt den bereits hohen Inflationsraten zu. Den ansteigenden Inflationsdruck spüren auch die Zentralbanken: Die US-Notenbank FED hat, wie sie vor dem Ukraine-Krieg angekündigt hat, ihre Leitzinsen Mitte März ein erstes Mal um 0.25% erhöht. Ein erster Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in der zweiten Jahreshälfte erwartet.

Die folgende Grafik illustriert die Ereignisse und deren Auswirkung auf die Referenzzinssätze.

Entwicklung Referenzzinskurve

Es ist klar zu erkennen, dass die Auswirkungen des Krieges die Zinssätze nochmals stark angetrieben hat.

Was bedeutet das für Gemeinde-Darlehen?

Obwohl sich die Schweizerische Nationalbank (SNB) im geldpolitischen Windschatten der EZB bewegt und eine Leitzinserhöhung noch nicht absehbar ist, haben die internationalen Entwicklungen Auswirkungen auf die Zinssituation in der Schweiz. Eine erwartete restriktivere Geldpolitik lässt die langfristigen Zinssätze stark ansteigen.

In der untenstehenden Grafik werden die durchschnittlich auf Loanboox offerierten Zinssätze für Gemeinden je Laufzeitband des 4. Quartals 2021 und die des 1. Quartal 2022 gegenübergestellt. Auch hier ist eine klare Veränderung zu erkennen: Bei Laufzeiten zwischen 3 – 5 Jahren sind die Zinsen um 30 Basispunkte angestiegen, zwischen 5 – 8 Jahren gar um 41 Basispunkte.

Zinsanstieg Gemeinde-Darlehen

Was betreffend Strafzinsen auf Einlagen zu erwarten ist und mit welchen Tipps und Tricks sich Finanzverwalter:innen in diesen turbulenten Zeiten absichern können, lesen sie in unserem letzten Blogbeitrag zu diesem Thema.

Wie sich die Zinsen entwickeln werden, kann niemand voraussagen. Klar ist jedoch, dass die Inflation die Hauptrolle dabei spielen und massgeblich den Takt der Zentralbanken bestimmen wird. Falls die Inflationsrate mittelfristig und wider den Erwartungen über der Grenze von 2% liegt, kommen die Leitzinsen und somit die SNB wieder stärker unter Druck.

Sie möchten sich vertieft mit der Thematik beschäftigen? 

Unsere Link-Tipps:

 

Check Ihrer Finanzierungsstrategie? 

Sie sind unsicher, wie Sie die aktuellen Marktbewegungen einschätzen sollen und welche Auswirkungen es auf Ihr Portfolio hat? Gerne helfen wir Ihnen, die optimale Finanzierungsstrategie zu finden.   

Energiestadt Label neu auf Loanboox integriert

Energiestadt Label neu auf Loanboox integriert

Das Label «Energiestadt®» zeichnet eine Stadt oder Gemeinde aus, welche überdurchschnittliche Anstrengungen im Bereich ihrer kommunalen Energie- und Klimapolitik – in Abhängigkeit der vorhandenen Handlungsspielräume – unternommen hat. Neu ist das Energiestadt-Label auf Loanboox integriert.

Viele Gemeinden und Städte haben sich auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft gemacht, viele weitere arbeiten derzeit an Strategien und Massnahmen. Um diese Bestrebungen auch bei Finanzierungsanfragen transparent aufzuzeigen, hat Loanboox das bekannte Energiestadt-Label des Trägervereins Energiestadt auf der Plattform integriert.

Bei jeder Finanzierungsanfrage sehen Kapitalgeber nun, ob eine Gemeinde oder Stadt das Energiestadt-Label hat und können mit einem Klick den Erfüllungsgrad und weitere Informationen zu den klimapolitischen Bestrebungen der Gemeinde oder Stadt abrufen.

Hier erfahren Sie mehr über das Energiestadt-Label.

Barbara Schwickert, Co-Geschäftsführerin Energiestadt Schweiz

«Wir freuen uns, dass die Finanzierungs-Plattform Loanboox das Energiestadt-Label integriert hat. Es wird interessant sein zu verfolgen, ob längerfristig Gemeinden und Städte, die einen hohen Erfüllungsgrad bei den Energiestadt-Kriterien haben, auch bessere Zinskonditionen von Kapitalgebern erhalten werden, nimmt doch die Bedeutung nachhaltiger Finanzierung einen immer höheren Stellenwert ein»

Kommentiert Barbara Schwickert, Co-Geschäftsführerin Trägerverein Energiestadt.

Sie möchten mehr zum Thema erfahren? Zusammen mit dem Trägerverein Energiestadt Schweiz planen wir einen Erfahrungsaustausch zum Thema nachhaltige Gemeindefinanzierung. Bekunden Sie Ihr Interesse hier, wir melden uns bei Ihnen, sobald das Datum und Programm steht.

Immobiliengesellschaften refinanzieren sich neu via Loanboox

Immobiliengesellschaften refinanzieren sich neu via Loanboox

Die führende Finanzierungsplattform Loanboox hat die Fremdkapitalfinanzierung der öffentlichen Hand modernisiert. Neu bietet das Unternehmen ihre Services auch Wohnbaugenossenschaften, Immobilienfonds und -gesellschaften an. Dafür holt Loanboox den Experten für Immobilienfinanzierungen Patrick Zurfluh ins Team.

Gemeinden, Städte und Grossunternehmen haben bis dato 2’500 Darlehen über die führende Plattform für Finanzierungen abgeschlossen. Aufgrund der hohen Nachfrage bietet Loanboox ihre Services neu auch Wohnbaugenossenschaften, Immobilienfonds und -gesellschaften an.

Erste Pilot-Transaktionen wurden bereits in den letzten Monaten abgeschlossen. So hat beispielsweise eine Wohnbaugenossenschaft aus dem Kanton Zürich durch die Zusammenarbeit mit Loanboox 20% ihrer Finanzierungskosten eingespart und den Aufwand mehr als halbiert. Loanboox kombiniert mit ihrem neuen Angebot die Vorteile der digitalen Plattform (digitaler Offertenvergleich, effiziente Prozesse und Ausweitung des Kapitalgebernetzwerks) mit einer professionellen, persönlichen Beratung.

Dafür ergänzt der erfahrene Finanzierungsexperte Patrick Zurfluh als Leiter Immobilienfinanzierung das Team. Patrick Zurfluh war zuvor bei der Raiffeisen und der Credit Suisse als Immobilienfinanzierungsspezialist tätig:

«Dabei ist mir aufgefallen: Die Finanzierung von Immobilien sollte einfacher und kosteneffizienter gestaltet werden. Deswegen bin ich nun bei Loanboox. Ich freue mich, Immobiliengesellschaften mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.»

Kapitalgeber schätzen den breiten Zugang zu attraktiven Finanzierungsmöglichkeiten und die schlanken Prozesse. Im digitalen Datenraum sind alle Dokumente und nötigen Informationen an einem Ort verfügbar und übersichtlich zusammengefasst. Dadurch entfällt das mehrfache hin- und her zwischen Kreditnehmern und Kapitalgebern. Die faire Kommunikation und die klaren Fristen sind ein Vorteil für alle Parteien. Loanboox ist offen für Partnerschaften mit interessierten Verbänden oder Organisationen.

Kontaktpersonen

Loanboox
Martina Bühler, CMO
Patrick Zurfluh, Leiter Immobilienfinanzierung
Talacker 50, 8001 Zürich 
+41 55 220 78 29, press@loanboox.com

Plötzlicher Zinsanstieg für Gemeinde-Darlehen?

Die Notenbanken ziehen die Zinsschraube allmählich wieder an. Diese Abkehr von der lockeren Geldpolitik verunsichert die Finanzmärkte, die letzten Tage und Wochen waren sehr volatil. Warum steigen die Zinsen so plötzlich? Sind die Zinsanpassungen schon bei Gemeinde-Darlehen angekommen? Und was können Finanzverwalter nun tun?

Durch wiederholte Krisen waren die Zinsen jahrelang im Keller. Die «Politik des billigen Geldes», angetrieben durch die expansive Geldpolitik der Zentralbanken weltweit, sorgte in den letzten Jahren für einen Boom an den Finanzmärkten. Risikoarme Anlageklassen wie Staatsanleihen verloren aufgrund der wiederholten Zinssenkungen laufend an Attraktivität. 

Doch nun ist eine Trendwende in Sicht.  

Was ist passiert und warum steigen die Zinsen plötzlich?  

«Die Zinsen für Anleihen steigen und die Volatilität nimmt zu. Höhere Zinsen sorgen an der Börse immer für Unsicherheit»

meint Matthias Geissbühler, Chief Investment Officer von Raiffeisen Schweiz in seinem Blogbeitrag 

Die Gründe für die Zinsanstiege sind vielschichtig. Eine zentrale Rolle dabei spielen die Inflationsraten, die in der ganzen Welt seit einem Jahr Monat für Monat (USA zuletzt 7%, Eurozone 5.3%) gestiegen sind. Nur die Schweiz ist ein Sonderfall.  

Ökonomen und Notenbanker gingen bis Ende letzten Jahres davon aus, dass es sich dabei um temporäre Effekte handelt, begründet in den Störungen der internationalen Lieferketten und den deutlich gestiegenen Energiepreisen.  

Seit einigen Wochen gibt’s nun mehr und mehr Zweifel, ob die Preisanstiege tatsächlich nur vorübergehend sind. Die US-Notenbank FED hat jedenfalls die ersten Leitzinsanhebungen für den März signalisiert. Experten vermuten weitere Zinsschritte in diesem Jahr. Und die Europäische Zentralbank (EZB) schliesst nicht länger aus, dass sie diesen Schritt noch im laufenden Jahr wählt. Die Schweizerische Nationalbank (SNB) hingegen bleibt den Negativzinsen vorerst treu und wartet die Reaktion der EZB ab. 

Die folgende Grafik illustriert die Ereignisse und deren Auswirkung auf die Referenzzinssätze.

Entwicklung Referenzzinskurve

Sind die Zinsveränderungen schon bei Gemeinde-Darlehen angekommen? 

Ja. Sie werden teurer. Ein Blick in unsere Daten zeigt:  

Bei Laufzeiten zwischen 3 – 8 Jahren ist der Yield um 24 Basispunkte gegenüber dem 3. Quartal 2021 gestiegen. 

Zinsanstieg Gemeinde-Darlehen

Gibt’s bald keine Strafzinsen mehr auf Einlagen?  

Im letzten Jahr haben viele Finanzinstitute die Limiten von öffentlich-rechtlichen Kunden kontinuierlich reduziert (wir haben darüber geschrieben). Viele Kunden berichten uns, dass dieser Trend weitergeht und Strafzinsen auch auf kleinere Sparguthaben  erhoben werden (Herabsetzung der Freigrenzen).  

Eine Anpassung der Strafzinsen durch die Banken wird, aller Voraussicht nach, eine Zinsanhebung der Zentralbank vorausgehen. Demnach ist in Kürze nicht mit einer Aufhebung der Strafzinsen zu rechnen. 

Steigen die Zinsen weiter?  

Die Signale sind klar. Aber Gewissheit gibt’s nicht. So sehen die Prognosen der EZB selbst wie auch die Vorhersagen der von ihr befragten «professionellen Marktteilnehmer» für das nächste Jahr schon wieder einen Rückgang der Inflationsrate auf unter 2% in Aussicht – nach einem Anstieg auf 3% im laufenden Jahr. Gleichwohl genügen bereits die Ängste, dass die Teuerung nicht temporär bleiben könnte, um die Marktzinsen in Bewegung zu setzen. 

Welche Risiken bergen Zinsanstiege und was kann Ihre Gemeinde dagegen tun?  

Zinsanstiege per se sind nicht mit einem Risiko verbunden, ausser, wenn Ihre Gemeinde / Organisation bei der Finanzierungsstrategie keinen Zinsanstieg einkalkuliert hat.

Unsere Tipps:  

  • Finanzierungsstrategie regelmässig überprüfen: Trigger-Punkte setzen, bei welchen die aktuelle Finanzierungsstrategie überdenkt werden sollte (z.B. bei Leitzins-Anpassungen der Schweizerischen Nationalbank). 
  • Portfolio analysieren:   
    • Welchen Einfluss haben mögliche Zinserhöhungen auf das Portfolio und die gewichtete Restlaufzeit sowie den gewichteten Zins?  
    • Gibt’s viele kurzläufige Darlehen im Portfolio? Oder hat Ihre Gemeinde / Ihre Organisation einen gesunden Mix?  
    • Bei vielen kurzen Laufzeiten im Portfolio empfiehlt sich eine Absicherung durch längere Laufzeiten.
  • Frühzeitige Planung Ihrer Neu- und Kreditrefinanzierungen für Ihre anstehenden Ausgaben und Investitionen. 
  • Informieren Sie sich regelmässig oder ziehen Sie Experten zu Rate – der Markt ist sehr volatil. Wir unterstützen Sie gerne.  

    Sie möchten sich vertieft mit der Thematik beschäftigen? 

    Unsere Link-Tipps:

     

    Check Ihrer Finanzierungsstrategie? 

    Sie sind unsicher, wie Sie die aktuellen Marktbewegungen einschätzen sollen und welche Auswirkungen es auf Ihr Portfolio hat? Gerne helfen wir Ihnen, die optimale Finanzierungsstrategie zu finden.   

    Frohe Festtage und mit viel Schwung ins neue Jahr!

    Frohe Festtage und mit viel Schwung ins neue Jahr!

    Das Jahr 2021 hatte es in sich. Nun ist es an der Zeit, Ruhe einkehren zu lassen, abzuschalten und den Alltag hinter uns zu lassen.

    Gemeinsam mit Ihnen konnten wir in diesem Jahr einen wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft leisten: Über 700 Refinanzierungen und Projekte, wie beispielsweise der Bau neuer Schulen oder die Renovation von Spitälern, konnten durch die Kapitalaufnahme via Loanboox angestossen werden. Darauf sind wir stolz.

    Herzlichen Dank für Ihr Vertrauen und für die gute Zusammenarbeit. Wir freuen uns auf ein erfolgreiches neues Jahr und auf noch viele gemeinsame Projekte.

    Für das Jahr 2022 wünschen wir Ihnen persönlich viel Gesundheit, Stabilität, Leichtigkeit und Momente voller Glück.

    Ihr Loanboox-Team

    PS: Dieses Bild stammt von der Feier unseres 5-jährigen Bestehens diesen September.
    Ein weihnachtliches Teamfoto gibt es aus bekannten Gründen leider nicht.

    Ergebnisse Weltklimakonferenz: Was die Finanzbranche damit zu tun hat

    Ergebnisse Weltklimakonferenz: Was die Finanzbranche damit zu tun hat

    Die Weltklimakonferenz COP26, welche Mitte November zu Ende ging, lieferte wichtige Ergebnisse gegen den Klimawandel. Wir zeigen diese auf und erläutern, was nachhaltige Finanzen bedeuten und welche Rolle die Finanzbranche im Kampf gegen den Klimawandel einnimmt.

    Ziel der 26. Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow war es, die Massnahmen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens und des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen voranzutreiben.

    Netto-Null erreichen: Der Beitrag der Weltklimakonferenz COP26

    Auf der COP26 wurde der Klimapakt von Glasgow beschlossen – fast 200 Länder stimmten ihm zu. Abgesehen von der Ein-Satz-Erklärung, den Temperaturanstieg unter 1.5°C zu halten, sind dies die Hauptpunkte, die von den Delegierten diskutiert wurden:

    • Kohle wird als Energieträger «schrittweise abgeschafft».
    • In den nächsten fünf Jahren sollen 500 Milliarden Dollar an Entwicklungsländer gezahlt werden, um ihnen zu helfen, ihre Emissionen zu senken und die Auswirkungen der Klimakrise zu bewältigen.
    • Die Führung eines Datenbank-, Kommunikations- und Berichterstattungssystems (Santiago Network) für Länder und Organisationen, um Möglichkeiten zu identifizieren und zu katalysieren und Unterstützung zu mobilisieren, um Verluste und Schäden durch den Klimawandel zu bewältigen.

    Einige Länder und NGOs bezeichneten die Ergebnisse als «enttäuschend». Die meisten Länder stimmten jedoch darin überein, dass die Einigung zum jetzigen Zeitpunkt und in Anbetracht ihrer Differenzen ausgewogen sei. Der neuseeländische Chefunterhändler fasste es folgendermassen zusammen: «Der Text stellt das ‘am wenigsten schlechte’ Ergebnis dar.»

    Mehr Informationen zur COP26 und deren Ergebnisse finden Sie hier.

    Begriffserklärung: Netto-Null

    Netto-Null (Netto-Null-Emissionen) bedeutet, dass Menschen durch verschiedene Massnahmen die von ihnen verursachten Treibhausgase in gleicher Menge der Erdatmosphäre wieder entziehen. Netto-Null bedeutet entsprechend Klimaneutralität. Ziel der weltweiten Klimapolitik: Bis 2050 Netto-Null beziehungsweise Klimaneutralität erreichen.

    Quellen: Avenir Suisse und IPCC

    Worin besteht der Zusammenhang zwischen den erwähnten Massnahmen und der Finanzwelt?

    Die Bedeutung von nachhaltigen Finanzen

    Wie die Welt aktuell wirtschaftet, ist nicht nachhaltig. Die ökologische Ebene wird überstrapaziert und hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Der Finanzsektor nimmt bei der Bekämpfung des Klimawandels eine zentrale Rolle ein. Einerseits müssen enorme Summen investiert werden, um nachhaltige Massnahmen, wie beispielsweise erneuerbare Energien, zu fördern. Dies, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN zu erreichen. Andererseits fliessen immer noch Unmengen von Geld in Organisationen, Projekte und Kapitalanlagen, die keine Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

    Welche Rolle spielen die Finanzen bei Netto-Null?

    Eines der im Vorfeld der COP26 genannten Hauptziele war die Mobilisierung von Finanzmitteln. Die Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) wurde ins Leben gerufen, um die Standards zu erhöhen, den Ehrgeiz voranzutreiben und sicherzustellen, dass die Netto-Null-Verpflichtungen transparent, glaubwürdig und konsistent sind. Es müssen Billionen aus dem privaten und öffentlichen Sektor fliessen, damit Netto-Null erreicht werden kann.

    Portrait von Andi Burri

    Bildquelle: flickr

    «Der Privatsektor hat erkannt, dass Klimarisiken für seine Portfolios sehr wichtig sind und dass er sie auf eine nachhaltigere Wirtschaftsweise ausrichten muss.»

     

    Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen

    500 globale Finanzdienstleistungsunternehmen haben reagiert und sich bereit erklärt, 130 Billionen US-Dollar – rund 40 % des weltweiten Finanzvermögens – an den Zielen des Pariser Abkommens auszurichten, einschliesslich der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1.5 °C. Ein ermutigendes Zeichen.

    Im nächsten Artikel zu diesem Thema werden wir uns eingehender mit dem Fahrplan und der Rolle von institutionellen Anlegern, Regierungen und Städten bei der Finanzierung von Netto-Null befassen.

    Bleiben Sie dran.