Study details: How COVID-19 burdens public budgets

Eine aktuelle Studie des Schweizerischen Städteverbands (SSV) und der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC zeigt, wie COVID-19 öffentliche Haushalte belastet. Danach werden die Steuereinnahmen in 2021 deutlich einbrechen und viele Städte und Gemeinden müssen sich verschulden.

Es wird eine Durststrecke für Kantone und Gemeinden, was die Steuereinnahmen betrifft, bei einem gleichzeitigen Anstieg der Ausgaben. So schätzen es zumindest die 15 Kanonte und 77 Gemeinden, respekt. Städte ein, die an der Umfrage teilgenommen haben. Nach einem Einbruch im laufenden Jahr wird zwar mit einem Ende der Krise in 2022 gerechnet, doch es stellt sich die Frage, wie lange die Nachwehen noch spürbar sein werden.

Quelle: PwC 

Mehrkosten vorallem im Gesundheits- und Sozial-Bereich

Die Studie zeigt, dass die meisten Städte und Gemeinden in 2020 und 2021 deutliche Mehrkosten im Gesundheits- und Pflegebereich sowie bei Sozialleistungen tragen müssen. Hinzu kommen Kosten, die durch die direkte Pandemie-Bekämpfung entstehen – zum Beispiel Krisenstäbe oder Personal für Hygienekonzepte. Und sie zeigt auch, dass diese Belastungen bei den Kantonen viel schneller zurückgehen als auf Städte- und Gemeinde-Ebene. Dort rechnet man mit einem Schuldenwachstum von 72 Prozent.

Ein weiterer Faktor ist laut Studie die im vergangenen Jahr in Kraft getretene Steuerreform (STAF). So seien die Einnahmen bei der Unternehmenssteuer bereits 2020 im Vergleich zu 2019 gesunken. Die Gemeinden bekämen diesen Effekt – wegen der variierenden Umsetzung der Kantone – unterschiedlich zu spüren. Grundsätzlich werde der Effekt jedoch überall deutlich sein. 

Generelle Steuererhöhungen sind gar nicht zielführend. Temporär kann ich mir eine Erhöhung der Mehrwertsteuer vorstellen. Allerdings in sehr beschränktem Ausmass.

Ernst Stocker, Regierungsrat, Finanzdirektor des Kantons Zürich und Präsident der Finanzdirektorenkonferenz

Kurz- und mittelfristig stabilisieren

Interessant ist die Angabe der Studienteilnehmer im Hinblick auf ihre Stabilisierungsmassnahmen. Der überwiegende Teil der Städte und Gemeinden fokussiert sich demnach auf kurz- und mittelfristige Stabilisierungsmassnahmen (36% und 51%) – nur 11% planen langfristig und legen dabei besonderes Augenmerk auf Steuerfuss und Investitionen.

Municipal financial planning: “holistic” is the magic word

Municipal financial planning: “holistic” is the magic word

Die jährliche Finanz- und Budgetplanung ist auch in normalen Zeiten für viele Gemeinden eine Herausforderung. Die noch nicht absehbaren Folgen der COVID-19-Pandemie machen es jetzt zusätzlich schwer. Im Loanboox-Webinar wurden die wichtigsten Grundlagen und Beispiele für eine solide, finanzielle Steuerung von Gemeinden aufgezeigt. Wichtigste Erkenntnis: Das Zauberwort heisst “ganzheitlich”.

Der Leitfaden, den die Fachhoschule Graubünden auf Anfrage des Schweizer Gemeindeverbandes erstellt hat, zeigt, wie es gemacht wird: Leitbild, Strategie- und Legislaturplan, dazu die integrierte Aufgaben- und Finanzplanung (IAFP) und schliesslich die Liquiditätsplanung. Domimik Just, Professor für Finanz- und Rechnungswesen an der FH Graubünden, geht die einzelnen Schritte durch. Klicken Sie auf das Bild, um mehr zu erfahren.

Integrierter Aufgaben- und Finanzplan macht es leichter

“Es gibt Gemeinden, die haben das alles nicht”, erklärt er und verweist auf das Schweizer Milizsystem und die vielen kleinen Gemeinden, in denen Finanzverwaltung nebenamtlich betrieben wird. Diese Gemeinden hätten es bei einer langfristigen und nachhaltigen Planung von grösseren Projekten deutlich schwerer, so Just. Deshalb sei zumindest die Minimal-Variante der IAFP empfehlenswert – und mit dem Leitfaden auch relativ einfach umsetzbar. “Man muss finanzielle Steuerung als ganzheitliches Thema betrachten”, sagt Just.

“Der IAFP zeigt, was das für Auswirkungen für uns hat”

Patricia Bär macht die Theorie an einem Fallbeispiel deutlich. Die Leiterin des Direktionsfinanzdienstes der Stadt Bern berichtet über die Finanz-Planung für die neue 50-Meter-Schwimmhalle. Kostenpunkt 75 Mio. Franken.

Im Video erklärt sie, wie das Projekt in die Budgetplanung integriert wurde.

Investitionen nicht aufschieben

Patricia Bär räumt ein, dass auch die Stadt Bern mit dem Thema Neuverschuldung zu kämpfen hat: “Das hat aber nicht unbedingt mit COVID-19 zu tun.” Bereits 2020 seien die Steuereinnahmen weniger hoch gewesen als erwartet. Man habe mit einem Sparmassnahmen-Paket reagiert, dass aber geplante Investitionen – wie z.B. Schulneubauten oder die Erneuerung von Sport- und Wasseranlagen – nicht berührt. Um so wichtiger sei es, eine möglichst exakte Finanz- und Budgetplanung aufzustellen.

Auch Andi Burri, Co-Founder und Loanboox-Geschäftsführer Schweiz, spürt die Unsicherheiten in den täglichen Gesprächen mit Finanzverwaltern. Zusätzlich zu Corona-bedingten Mehrausgaben und geringeren Steuereinnahmen, beschäftigten Negativzinsen und drohender Bonitätsverlust die Gemeinden. «Da versuchen wir, mit unserer Expertise unterstützend und beratend zur Seite zu stehen», so Burri.

“The new normal”. How digital solutions help through the pandemic

Was sind die grössten Herausforderungen für Treasurer auf dem Weg zurück in Zeit nach der COVID-19-Pandemie? In einer mehrteiligen, virtuellen Konferenz geht die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC dieser Frage auf den Grund und beleuchtet die verschiedenen Facetten dahinter. 

Gibt es eine neue “neue Normalität” mit COVID-19? Und wie verändert sie womöglich die Arbeit von Treasury-Mitarbeitenden? Experten aus internationalen Technologie-Unternehmen- und von Finanzdienstleistern teilen ihre Einschätzung beispielsweise zur Entwicklung von Steuer-Regulatorien, Green Finance oder Cypersicherheit.

Darüber hinaus geht es in der Webinar-Reihe um die Möglichkeiten digitaler Transformation und wie Finanzprozesse dadurch optimiert werden können. Für Loanboox ist Stefan Feller, Head Capital Markets/Bonds, dabei. Stichwort: Digital Treasury. 

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Das klingt spannend? Dann registrieren Sie sich jetzt noch schnell noch für die Webinare am 01. und 08. Juni 2021 .

Loanboox on SRF: The curse and blessing of negative interest rates

Loanboox on SRF: The curse and blessing of negative interest rates

Negativzinsen werden vor allem für Sparer, die ihr Geld auf dem Konto liegen lassen möchten, immer mehr zu einem Ärgernis. Wer dagegen einen Kredit aufnimmt, profitiert von den historisch niedrigen Zinsen. Was das konkret für Schweizer Gemeinden bedeutet, erklärt Loanboox Schweiz-Geschäftsführer und Co-Gründer Andi Burri im Interview mit dem Schweizerischen Radio und Fernsehen SRF.

Seit der Einführung der Negativzinsen sind die durchschnittlichen Zinskosten für Städte, Gemeinden und Kantone deutlich gesunken. Sie haben alleine über Loanboox seit Plattform-Gründung vor vier Jahren 23.2 Millionen Franken durch Negativzinsen eingenommen. Das entspricht beispielsweise den Kosten für die obligatorische Schulzeit von 1’081 Schüler:innen – wir haben in unserem Blog bereits ausführlich darüber berichtet. Vor allem Gemeinden mit einer guten Bonität profitierten von dieser Entwicklung, so Andi Burri im Gespräch mit dem Heute Morgen Journal vom SRF.

Doch welche Gemeinden haben am meisten mit Negativzinsen verdient? Und wie nutzen sie dem Bund bei seiner Kapitalbeschaffung? Die Einzelheiten erfahren Sie im Radio-Beitrag.

SRF 1 Wirtschaft: Gemeinden profitieren von Negativzinsen

Beitrag anhören

Sie können das  Audio-File nicht anhören? Zum Nachlesen in Textform finden Sie den SRF-Beitrag hier.

Saving 15’000 francs of taxpayers’ money? The municipality of Niederwil explains how to do that.

Wie finanzieren sich Schweizer Gemeinden und was ist ihnen bei der Kapitalaufnahme wichtig? Wir fragten bei Jessica Meili, Leiterin Finanzen der Gemeinde Niederwil, nach.

Wie funktioniert die Kapitalbeschaffung bei der Gemeinde Niederwil?

Mit der laufenden Investitions- und Finanzplanung wird der Kapitalbedarf der Gemeinde für die nächsten Jahre ermittelt. Je nach Liquiditätsbedarf werden dann kurz- oder langfristige Darlehen aufgenommen. Dabei müssen jeweils mehrere Angebote zum Vergleich eingeholt werden.

Was ist Ihnen bei der Kapitalaufnahme wichtig? 

Neben günstigen Konditionen und einer Breite an Vergleichsmöglichkeiten legen wir grossen Wert auf einen unkomplizierten und effizienten Prozess.

Inwiefern kann Loanboox Ihnen dabei helfen? 

Mit nur wenigen Klicks und innert kürzester Zeit bekommen wir eine Vielzahl von interessanten Angeboten. Neben einer enormen Zeitersparnis ermöglicht uns dies übersichtlich und transparent die für uns passendste Offerte zu finden. Auch zukünftig werden wir unsere Kapitalbeschaffung über die Plattform Loanboox abwickeln.

“Dank Loanboox spart Niederwil Steuergelder in der Höhe von 15’000 Franken.” 

 

– Jessica Meili, Leiterin Finanzen, Gemeinde Niederwil

Sie möchten erfahren, zu welchen Konditionen Niederwil bereits über Loanboox finanziert hat? Mehr dazu in der Fallstudie.

The World in Covid 19 Shock – The Big Picture Special with Mark Dittli

The World in Covid 19 Shock – The Big Picture Special with Mark Dittli

Wie bewältigt die Welt – und vor allem die Schweiz – den Covid-19-Schock? Wie gross ist der wirtschaftliche Schaden? Diese Fragen standen im Mittelpunkt einer spannenden, virtuellen Loanboox-Talkrunde mit Wirtschaftsjournalist und “The Market”-Chefredakteur Mark Dittli. 

Das Balkendiagramm macht es deutlich: 2020 war für die meisten Länder in konjunktureller Hinsicht eine Katastrophe. Ein einziger, roter Balken in der Jahresübersicht zeigt steil nach unten. Auf einer anderen Präsentations-Slide schillert eine Heatmap in Gelb-, Rot- und Grün-Tönen. Auf ihr kann man im weltweiten Vergleich erkennen, wie weit die wirtschaftliche Erholung in den einzelnen Ländern schon fortgeschritten ist – oder eben nicht. “The Market”-Chefredakteur Mark Dittli erläutert die Einzelheiten und Hintergründe dazu so logisch und nachvollziehbar, dass es einfach Spass macht, seinen Ausführungen zu folgen.

Umfassendes Markt-Wissen kompakt verpackt

Der Wirtschafts-Journalist beleuchtet in seinem 20-minütigen Vortrag, wie sich der rasante Zinsanstieg in den USA auf die Märkte und insbesondere auf die Schweiz auswirken wird. Er nimmt Wirtschafts- und Industrie-Zweige unter die Lupe, die nach dem Covid-19-Schock am schnellsten wieder auf die Beine gekommen sind. Dabei legt Dittli besonderes Augenmerk auf die Investoren-Sicht. Wie sehr er damit dem Nerv der Teilnehmer getroffen hat, zeigt die intensive Fragerunde im Anschluss. Alles in allem ein gelungener Auftakt für eine spannende Experten-Talk-Reihe.

Neugierig geworden? Hier können Sie sich Mark Dittlis Vortrag anschauen.

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