Offenmarktgeschäfte: So profitieren Kommunen von der EZB-Finanzspritze

Offenmarktgeschäfte gehören mit zu den wichtigsten Instrumenten im Werkzeugkasten der Notenbanken – und sie helfen bei der Kommunalfinanzierung. Über die Hintergründe dieser Finanzpolitik sprechen wir mit Harald Endres, Head of Treasury bei der Deutschen Kreditbank (DKB).

Das Grundprinzip hinter der Offenmarktpolitik der EZB ist eigentlich ganz einfach: Banken und Kreditinstitute zu sehr guten Konditionen mit Liquidität zu versorgen. Aber schaut man ins Detail, ist das Ganze dann doch ein wenig komplizierter. Es gibt Refinanzierungs-, Mengen- und Zinstender. Was hat es damit auf sich? Und wie profitieren am Ende die Kreditnehmer – also auch Kommunen von dieser Finanzpolitik?

Zusammen mit Harald Endres, Head of Treasury bei der DKB schauen wir in die Historie der Offenmarktgeschäfte und welche Rolle sie zum Beispiel auch in der Corona-Krise spielen:

Sie interessieren sich für das Thema Kommunalfinanzierung? Dann lesen Sie auch diesen Artikel.

Schöne Feiertage und ein gutes neues Jahr!

Ein ungewöhnliches und herausforderndes Jahr geht zu Ende. Ein Jahr, das vielen von uns viel abverlangt hat. Aber natürlich gab es auch schöne und positive Momente, auf die es sich zurückzublicken lohnt.

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 Auch für uns gab es 2020 schöne und prägende Erlebnisse: Wir freuen uns, dass wir Kommunen und Unternehmen in fünf Ländern dabei unterstützen konnten, ihre Finanzierungsanfragen erfolgreich über unsere Plattform abzuschließen. 105 neue Kapitalgeber konnten wir begrüßen und hoffen, dass wir ihnen – und allen anderen – mit unseren Tools die Arbeit erleichtern. Mit dem Online-Direktdarlehen konnten wir Kommunen eine Lösung für Liquiditätskredite anbieten, die sich etabliert hat, darauf sind wir stolz. Und wir finden es großartig, liebe Loanboox-Community, dass wir auch von zu Hause aus reibungslos mit Ihnen zusammenarbeiten und kommunizieren können.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und das Interesse in diesen besonderen Zeiten.

Jetzt ist es Zeit, durchzuatmen und die Reset-Taste für 2021 zu drücken. Wir freuen uns auf ein gemeinsames, neues Jahr

Wir wünschen Ihnen frohe und erholsame Festtage mit Ihrer Familie und alles Gute für 2021. Bleiben Sie gesund.

Ihr Loanboox-Team

Markt-Update: Wissen, woher der Wind weht

Markt-Update: Wissen, woher der Wind weht

Gut, wenn man auch in unruhigen Zeiten weiss, was auf einen zukommt. Das Loanboox Markt-Update gibt Ihnen jeden Monat einen Überblick über die wichtigsten Entwicklungen auf den Finanzmärkten und auf unserer Plattform.

Wie entwickeln sich die Zinsen? Bleibt es beim historisch niedrigen Tief? Und welchen Einfluss hat das auf aktuelle Abschlüsse auf dem Fremdkapitalmarkt? Jeden Monat bekommen Sie bei uns Anworten auf diese und andere wichtige Fragen. Dazu gibt es alle relevanten Neuigkeiten zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland und natürlich zu den Aktivitäten auf unserer Plattform.

In der aktuellen Ausgabe erfahren Sie unter anderem, was deutschen Kommuen zurzeit die Sorgenfalten auf die Stirn treibt und  warum Loanboox für institutionelle Kreditgeber immer attraktiver wird.

Neugierig? 

Das Markt-Update ist exklusiv für registrierte NutzerInnen zugänglich. Wenn auch Sie es regelmässig lesen und von weiteren Loanboox-Services profitieren möchten, registrieren Sie sich kostenlos und unverbindlich hier.

Connecten statt disrupten: Wie FinTechs und Banken zusammenarbeiten

Aktuelle Neuigkeiten zu Loanboox Blog Bild Partnerarbeit

FinTechs gegen Banken – der Öffentlichkeit gefällt das Bild vom kleinen, innovativen David gegen den grossen, schwerfälligen Goliath. Was dabei oft ausser Acht gelassen wird: der Kundennutzen. Wir erklären, warum Kooperationen mit institutionellen Partnern wie Banken wichtig und nützlich sind. 

Viele Banken, Versicherungen und Unternehmen wollen kundenorientierter, effizienter und agiler werden. Aber jahrzehntelang gewachsene Strukturen und interne Regulierungen machen diesen Entwicklungsprozess nicht gerade einfach. Den Kunden ist es wichtig, dass sie gerade in schwierigen Zeiten wie diesen, effiziente Finanzierungsmöglichkeiten finden, die auch aus dem Homeoffice problemlos bedienbar sind.

Der Markt für solche Partnerschaften ist da

Für unseren COO Dominique Hügli lagen die Vorteile deshalb auf der Hand, als sich beispielsweise die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit der Deutschen Kreditbank (DKB) bot. Beide Seiten wollen durch die Zusammenarbeit den Digitalisierungsprozess im Finanzsektor vorantreiben und das bestehende Marktpotenzial besser ausschöpfen.

Digitale Transformationen und gemeinsame Projekte wie diese sind immer auch eine Herausforderung. Es ist wichtig, dass alle ins Boot geholt werden, an das gemeinsame Produkt oder die Dienstleistung glauben und der zugrundeliegenden Strategie konsequent folgen.

Dominique Hügli, COO von Loanboox

Doch das hat gut funktioniert und am Ende des Prozesses steht mit den «Direktdarlehen» ein digitales Produkt, mit dem alle glücklich sind – vor allem der Kunde. Mehr noch: Die Zusammenarbeit mit der DKB zeigt, dass es sich lohnt, das Portfolio für weitere strategische Partnerschaften auszubauen. Mit innovativen Partnern, die – so wie wir – an eine Digitalisierung der Fremdkapitalmärkte glauben. Was dabei wichtig ist: Bedürfnisse aufgreifen und daraus neue Standardlösungen entwickeln.

Interessantes Thema? Informationen zu weiteren Services mit der DKB erhalten Sie hier.

«Finanzbusiness»: Digital-Plattformen immer attraktiver für Kommunalfinanzierung

«Finanzbusiness»: Digital-Plattformen immer attraktiver für Kommunalfinanzierung

Von einer finanziellen Erholung bei Städten und Gemeinden kann auch in nächster Zeit keine Rede sein, berichtet das Wirtschaftsmagazin «FinanzBusiness» in einem aktuellen Artikel. Die Folge: Digital-Plattformen wie Loanboox werden immer attraktiver für Kommunalfinanzierung

Die Coronakrise hat tiefe Löcher in die Haushaltskassen von Städten und Gemeinden gerissen und laut «FinanzBusiness» wird die Verschuldung der Kommunen auch weiterwachsen. Das Magazin zitiert eine aktuelle Studie des Statistischen Bundesamtes, wonach das Minus im 1. Halbjahr 2020 bei insgesamt 9,7 Milliarden Euro liegt. Zum Vergleich: Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag das Haushaltsdefizit noch nicht einmal bei 0,3 Milliarden.

Kommunen müssen ihren finanziellen Verpflichtungen nachkommen.

Schuld an dieser Entwicklung ist vor allem der Einbruch bei den Gewerbesteuereinnahmen, ausgelöst durch den wochenlangen Lock-Down in der Corona-Hochzeit. Gleichzeitig bleiben die notwendigen Ausgaben für Investition und Sozialleistungen aber unverändert hoch – eine Herausforderung für die Kommunen.

Digitale Fremdkapitalmarkt-Plattformen wie Loanboox bekämen diesen enormen Finanzierungsbedarf zu spüren, schreibt «FinanzBusiness» weiter. Um 137 Prozent sei die Zahl der Ausschreibungen auf der Plattform im 2. Quartal 2020 im Vergleich zum Vorjahr gewachsen.

Wieder mehr Kapitalgeber an Bord

Durch dauerhaft niedrigen Zinsen bleiben vor allem Liquiditätskredite mit kurzen Laufzeiten weiter attraktiv. Laut „FinanzBusiness“ zeichnet sich inzwischen aber auch wieder ein Trend zu längeren Laufzeiten ab. Und: Kapitalgeber, die sich zu Beginn der Corona-Krise aus dem Markt zurückgezogen hätten, um Limite zu schonen, seien fast wieder auf Vorkrisen-Niveau zurück auf der Fremdkapitalmarkt-Plattform.

«Im Jahresendgeschäft werden gewöhnlicherweise nicht abgerufene Mittel finanziert, dadurch erwarten wir nochmals einen Nachfrageschub auf der Investitionsseite», wird Loanboox dazu zitiert.

Diese Erwartungen decken sich mit der derzeitigen Marktentwicklung und anderen Experten-Prognosen, nach denen sich Kommunen im Hinblick auf ihre Finanzierung breiter aufstellen und sich Gedanken über ihre Inverstoren-Basis zu machen müssen. Lesen Sie dazu auch unser aktuelles Markt-Update für den Monat Oktober. Schon jetzt klar, auch das zweite Halbjahr 2020 bleibt spannend für Kreditnehmer und Investoren.