Doppelte Verstärkung bei Loanboox: Oliver Lang neu im Verwaltungsrat, Raphael Schöttler Managing Director Deutschland

An der Generalversammlung Ende Mai wurde der ehemalige Wefox Insurance CEO Oliver Lang als Mitglied in den Verwaltungsrat der Swiss Fintech AG gewählt. Raphael Schöttler verstärkt als Managing Director Deutschland das Fintech in der Wachstumsphase. Die Swiss Fintech AG betreibt die europäische Fremdfinanzierungs-Plattform Loanboox.

Oliver Lang im Verwaltungsrat

Oliver Lang ist passionierter Unternehmer. Er verfügt über langjährige Erfahrung aus der Gründung und Führung verschiedener sehr erfolgreicher Wachstumsunternehmen im Versicherungs- und Risikomanagement-Bereich. Nach mehreren Stationen in Deutschland war Lang zuletzt CEO bei wefox Insurance, eines der weltweit größten Insurtechs. Seine Karriere hat der Experte bei McKinsey & Company gestartet.

„Loanboox ist skalierbar, professionell aufgestellt und hat bereits bewiesen, dass sie erfolgreich wachsen können. Das fasziniert mich. Großes Potential sehe ich für Kunden im Real Estate Bereich: Immobiliengesellschaften, Immobilienfonds und Wohnbaugenossenschaften, die Loanboox sowohl als Marktplatz als auch die unterliegende Technologie als Whitelabel-Lösung verwenden.“ führt Lang aus. 

Raphael Schöttler Managing Director Deutschland

Um den Wachstumskurs des Unternehmens weiter voranzutreiben, ergänzt Raphael Schöttler als Managing Director das Team. In der neu geschaffenen Position verantwortet er die Geschäftsentwicklung in Deutschland. Schöttler hat mehrjährige Erfahrungen als Fintech-Unternehmer, war bei Rocket Internet und zuletzt bei der Deutschen Bank tätig.

„Das dynamische Team und die Vision, die Fremdkapitalmärkte einfach, effizient und transparent zu machen haben mich sofort überzeugt. Ich freue mich, meine Erfahrungen aus der Banken- und Fintech-Welt aktiv bei Loanboox einzubringen und eine neue Phase nachhaltigen Wachstums zu beginnen.“

Über Loanboox

Loanboox ist die führende europäische Plattform für Fremdfinanzierung großer Schuldner. Weitere Informationen über Loanboox finden Sie hier.

Kontakt für Fragen

loanboox GmbH
Andrea Gazzetto, Marketing Communications Managerin
Neue Weyerstr. 9, 50676 Köln
0221 – 98654220, info@loanboox.de

Gastbeitrag: Herausforderung für Kommunen – Die “Whistleblowing-Richtlinie“

Bereits 2019 trat die Richtlinie EU 2019/1937 („Whistleblowing-Richtlinie“) in Kraft. Diese verfolgt das Ziel, den Schutz von Hinweisgebern EU-weit zu garantieren und zu standardisieren. Als Hinweisgeber (oder „Whistleblower“) bezeichnet man Mitarbeiter:innen, die auf Missstände, wie z.B. rechtswidrige Vorgänge im eigenen Unternehmen aufmerksam geworden sind und darüber Meldung erstatten. Dies kann unter normalen Umständen mit schweren persönlichen Nachteilen verbunden sein.

Was die Whistleblowing-Richtlinie bedeutet

Daher statuiert die „Whistleblowing-Richtlinie“ für Unternehmen ab einer gewissen Größe (ab 50 Mitarbeiter:innen) nun die Pflicht, ein unternehmensinternes Hinweisgebersystem zu installieren. Konkret geht es hierbei um die Einrichtung einer entsprechenden Meldestelle, an die sich ein Hinweisgeber unter Wahrung seiner vollkommenen Anonymität wenden kann, ohne mögliche Nachteile in Kauf nehmen zu müssen. Die Umsetzung der Richtlinie in deutsches Bundesrecht und österreichisches Recht steht zwar noch aus, allerdings stellen ihre Regelungen einen Mindeststandard dar, hinter dem die nationalrechtliche Ausgestaltung nicht zurückbleiben darf.

Auch die Kommunen sind betroffen

Die EU-Richtlinie betrifft jedoch nicht nur privatrechtlich organisierte Unternehmen, sondern auch die öffentliche Hand. Alle juristischen Personen des öffentlichen Rechts sind betroffen. Neben Behörden mit mehr als 50 regelmäßig Beschäftigten können aber ebenfalls Dienststellen von Gemeinden und Gemeindeverbänden zur Einrichtung eines anonymen Meldekanals bzw. eines richtlinienkonformen Hinweisgebersystems verpflichtet sein. Hierbei sieht die EU-Richtlinie eine Pflicht für Kommunen mit mehr als 10.000 Einwohnern als Mindeststandard vor.

Wie sollte ein richtlinienkonformes Hinweissystem ausgestaltet sein?

Um ein richtlinienkonformes Hinweisgebersystem vorzuhalten, muss vor allem die Vertraulichkeit der Meldung gewährleistet sein und bezüglich aller in der Meldung enthaltenen Daten die Anforderungen der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) beachtet werden. Die weitere konkrete Ausgestaltung des Systems steht den Kommunen aber frei.

Allerdings ist es ratsam, als betroffene Kommune für alle angegliederten Dienststellen einen einheitlichen Meldekanal bereitzustellen. Hier kann der Rückgriff auf externe Dienstleister geboten sein, die eine vorgefertigte und standardisierte Benutzeroberfläche im Wege eines Software-as-a-Service (SaaS) zur Verfügung stellen, die den Anforderungen der EU-Richtlinie entspricht. Dies erspart der Kommune die Entwicklung eines eigenen Systems und eine aufwändige IT-Implementierung.

Unter Umständen kann es auch passend sein, ein solches digitales Hinweisgebersystem um einen in das System integrierten, anwaltlichen Schutz zu ergänzen. Die Vorteile hierbei sind, dass Vertrauensanwälte mit der Bearbeitung der eingehenden Hinweise betraut werden. Aufgrund ihrer beruflichen Verschwiegenheitsverpflichtung sowie ihrem anwaltlichen Zeugnisverweigerungsrecht garantieren sie dabei den Schutz der Anonymität des Hinweisgebers und die Vertraulichkeit des Hinweises und können mit ihrer Expertise den Hinweis bestmöglich bearbeiten und so die Organisation vor Geldbußen und Reputationsschäden schützen.

Webinar-Mitschnitt: Wie bringen Sie mehr Nachhaltigkeit in Ihre Kommune?

Webinar-Mitschnitt: Wie bringen Sie mehr Nachhaltigkeit in Ihre Kommune?

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Nachhaltig leben, nachhaltig wirtschaften, nachhaltig finanzieren:
Nachhaltigkeit ist nicht nur eine Worthülse, sondern betrifft uns jeden Tag in allen Lebensbereichen.

In einer virtuellen Gesprächsrunde nahmen wir am 13. Januar 2022 mit 3 Expert:innen das Thema auf: Patrick Kunkel, Bürgermeister von Eltville, Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2021, Marc Wolinda, Project Manager Programm LebensWerte Kommune von der Bertelsmann Stiftung und Christiane Walter, Niederlassungsleiterin Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern von der Commerzbank AG. Gemeinsam schauten wir auf den IST-Zustand, skizzierten mögliche Zukunftsszenarien und gaben konkrete Tipps aus der Praxis.

«Nachhaltigkeit muss Spaß machen. Die Agenda 2030 mit ihren 17 Zielen ist eine gute Klammer, um Bürgern Kommunalpolitik näher zu bringen.»

Patrick Kunkel, Bürgermeister von Eltville
Gewinner des Nachhaltigkeitspreises 2021

«Wir wirken als Bindeglied und unterstützen Kommunen auf ihrem Weg zur Nachhaltigkeit. Dabei vernetzen wir die kommunalen Akteure und schaffen mit dem SDG-Portal Transparenz.»
Marc WolindaProject Manager
Programm LebensWerte Kommune, Bertelsmann Stiftung 

«Die Transformation in eine nachhaltige Wirtschaft betrifft unsere Kunden und uns gleichermaßen. Dazu bauen wir unser Angebot innovativer, umweltfreundlicher Produkte weiter aus.»

Christiane Walter, Niederlassungsleiterin
Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, Commerzbank AG 

Nach der positiven Resonanz zum Webinar informieren wir Sie weiter über die Entwicklungen in Sachen Sustainable Finance für Kommunen.

Sie möchten sich aktuell über den Stand der Umsetzung des 17 Nachhaltigkeitsziele Ihrer oder anderer Kommunen informieren? Das SDG-Portal gibt Ihnen Auskunft.

Wo steht Loanboox in Sachen Nachhaltigkeit? Das lesen Sie hier.

Ergebnisse Weltklimakonferenz: Was die Finanzbranche damit zu tun hat

Die Weltklimakonferenz COP26, welche Mitte November zu Ende ging, lieferte wichtige Ergebnisse gegen den Klimawandel. Wir zeigen diese auf und erläutern, was nachhaltige Finanzen bedeuten und welche Rolle die Finanzbranche im Kampf gegen den Klimawandel einnimmt.

Ziel der 26. Weltklimakonferenz COP26 in Glasgow war es, die Massnahmen zur Erreichung der Ziele des Pariser Abkommens und des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen voranzutreiben.

Netto-Null erreichen: Der Beitrag der Weltklimakonferenz COP26

Auf der COP26 wurde der Klimapakt von Glasgow beschlossen – fast 200 Länder stimmten ihm zu. Abgesehen von der Ein-Satz-Erklärung, den Temperaturanstieg unter 1.5°C zu halten, sind dies die Hauptpunkte, die von den Delegierten diskutiert wurden:

  • Kohle wird als Energieträger „schrittweise abgeschafft“.
  • In den nächsten fünf Jahren sollen 500 Milliarden Dollar an Entwicklungsländer gezahlt werden, um ihnen zu helfen, ihre Emissionen zu senken und die Auswirkungen der Klimakrise zu bewältigen.
  • Die Führung eines Datenbank-, Kommunikations- und Berichterstattungssystems (Santiago Network) für Länder und Organisationen, um Möglichkeiten zu identifizieren und zu katalysieren und Unterstützung zu mobilisieren, um Verluste und Schäden durch den Klimawandel zu bewältigen.

Einige Länder und NGOs bezeichneten die Ergebnisse als „enttäuschend“. Die meisten Länder stimmten jedoch darin überein, dass die Einigung zum jetzigen Zeitpunkt und in Anbetracht ihrer Differenzen ausgewogen sei. Der neuseeländische Chefunterhändler fasste es folgendermassen zusammen: «Der Text stellt das ‘am wenigsten schlechte’ Ergebnis dar.»

Mehr Informationen zur COP26 und deren Ergebnisse finden Sie hier.

Begriffserklärung: Netto-Null

Netto-Null (Netto-Null-Emissionen) bedeutet, dass Menschen durch verschiedene Massnahmen die von ihnen verursachten Treibhausgase in gleicher Menge der Erdatmosphäre wieder entziehen. Netto-Null bedeutet entsprechend Klimaneutralität. Ziel der weltweiten Klimapolitik: Bis 2050 Netto-Null beziehungsweise Klimaneutralität erreichen.

Quellen: Avenir Suisse und IPCC

Worin besteht der Zusammenhang zwischen den erwähnten Massnahmen und der Finanzwelt?

Die Bedeutung von nachhaltigen Finanzen

Wie die Welt aktuell wirtschaftet, ist nicht nachhaltig. Die ökologische Ebene wird überstrapaziert und hat ihre Kapazitätsgrenzen erreicht. Der Finanzsektor nimmt bei der Bekämpfung des Klimawandels eine zentrale Rolle ein. Einerseits müssen enorme Summen investiert werden, um nachhaltige Massnahmen, wie beispielsweise erneuerbare Energien, zu fördern. Dies, um die Ziele für nachhaltige Entwicklung der UN zu erreichen. Andererseits fliessen immer noch Unmengen von Geld in Organisationen, Projekte und Kapitalanlagen, die keine Nachhaltigkeitskriterien erfüllen.

Welche Rolle spielen die Finanzen bei Netto-Null?

Eines der im Vorfeld der COP26 genannten Hauptziele war die Mobilisierung von Finanzmitteln. Die Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ) wurde ins Leben gerufen, um die Standards zu erhöhen, den Ehrgeiz voranzutreiben und sicherzustellen, dass die Netto-Null-Verpflichtungen transparent, glaubwürdig und konsistent sind. Es müssen Billionen aus dem privaten und öffentlichen Sektor fliessen, damit Netto-Null erreicht werden kann.

Portrait von Andi Burri

Bildquelle: flickr

«Der Privatsektor hat erkannt, dass Klimarisiken für seine Portfolios sehr wichtig sind und dass er sie auf eine nachhaltigere Wirtschaftsweise ausrichten muss.»

 

Patricia Espinosa, Exekutivsekretärin des UN-Rahmenübereinkommens über Klimaänderungen

500 globale Finanzdienstleistungsunternehmen haben reagiert und sich bereit erklärt, 130 Billionen US-Dollar – rund 40 % des weltweiten Finanzvermögens – an den Zielen des Pariser Abkommens auszurichten, einschliesslich der Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1.5 °C. Ein ermutigendes Zeichen.

Im nächsten Artikel zu diesem Thema werden wir uns eingehender mit dem Fahrplan und der Rolle von institutionellen Anlegern, Regierungen und Städten bei der Finanzierung von Netto-Null befassen.

Bleiben Sie dran.

Wo stehen Kommunen in Sachen Nachhaltigkeit?

Wo stehen Kommunen in Sachen Nachhaltigkeit?

Im SDG-Portal ab sofort auf Loanboox abrufbar

17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) umfasst die Agenda 2030 der Vereinten Nationen. Sie dienen der Förderung nachhaltigen Friedens und Wohlstands und zum Schutz unseres Planeten. Was so groß ist, fängt im Kleinen an: Dort, wo Maßnahmen für die Menschen täglich wirksam und erlebbar werden.

Kommunen bei ihrer Hauptrolle unterstützen

„Die Kommunen spielen bei der Umsetzung der Agenda 2030 eine zentrale Rolle. Viele Kommunen haben sich bereits auf den Weg in eine nachhaltige Zukunft gemacht, viele weitere arbeiten derzeit an Strategien und Maßnahmen“, sagt Marc Wolinda von der Bertelsmann Stiftung.

Um die Kommunen zu einem wirkungsorientierten Nachhaltigkeitsmanagement zu unterstützen, haben kommunale Spitzenverbände, die Bertelsmann Stiftung und weitere Partnerorganisationen das SDG-Portal geschaffen. „So bietet das Portal 56 SDG-Indikatoren mit Daten für alle Kommunen ab 5.000 Einwohnern, SDG-Maßnahmen und ein Berichtstool“, erklärt Marc Wolinda weiter.

SDG-Portal auf der Plattform integriert

Mit einem Klick auf das auf der Plattform verlinkte SDG-Portal, erscheinen alle von der Kommune bereits verfolgten Ziele mit hinterlegten Indikatoren. Die schnell abrufbaren Informationen sind für Kapitalgeber als Orientierung ein Mehrwert, nimmt doch die Bedeutung nachhaltiger Finanzierung einen immer höheren Stellenwert ein.

Für Kommunen steht ein ganzer Katalog an Maßnahmen und Beispielen zur Umsetzung der SDGs zur Verfügung, als Anregung für die eigene nachhaltige Entwicklung. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit des Vergleichs mit anderen Kommunen sowie die Dokumentation der eigenen nachhaltigen Entwicklung durch eine Berichtsfunktion.

Hintergrundwissen

Dies sind die 17 Ziele für nachhaltige Entwicklung – Sustainable Development Goals (SDGs) auf einen Blick.

Neue Haushaltskrise? – Kommunaler Finanzreport 2021 der Bertelsmann-Stiftung

Neue Haushaltskrise? – Kommunaler Finanzreport 2021 der Bertelsmann-Stiftung

Die Corona-Krise in Deutschland traf auch die Kommunen. Sie wurden – bisher einmalig – mit einem großen Hilfspaket von Bund und Ländern unterstützt. Der teilweise Überschuss in den kommunalen Kassen basiert ausschließlich auf diesen Hilfsgeldern. In den Haushaltsbüchern stünde ohne diese finanzielle Unterstützung das größte Defizit der deutschen Geschichte.

Zeitgleich erreichen die kommnalen Investitionen ein neues Rekordhoch. Ob und wie diese allerdings umgesetzt werden können, ist nicht absehbar. Mehr dazu lesen.

Der von der Bertelsmann-Stiftung veröffentlichte Kommunale Finanzreport untersucht, welche finanziellen Belastungen durch diese Krisen bei den Städten und Gemeinden auftraten und wie der Rettungsschirm von Bund und Ländern wirkte.

Sie möchten mehr Details? Auf der Seite der Bertelsmann-Stiftung können Sie den gesamten Report kostenlos herunterladen.