New budgetary crisis? – Communal finance report 2021 of the Bertelsmann-Stiftung

The Corona-Crisis in Germany had a massive impact on everyone, including communes. They needed a large financial assistance package from federal and state governments. The generated surplus is solely based on those aids. Without them, the biggest deficit in history would be standing in the budget books!

Meanwhile, the communal investments reached an all-time high. Whether or how these can be realized, is not predictable. Find out more.

The communal finance report published by the Bertelsmann Stiftung analyses, which financial burdens for communes arose during this crisis and what impact the governmental financing aides had.

Do you want more details? You can download the entire report from the Bertelsmann Stiftung for free.

“Pandemic lifters” on site: municipalities urgently need financial resources

„Städte können die Lücke allein nicht schliessen“, sagt Markus Lewe, Vize-Präsident des Deutschen Städtetags und Oberbürgermeister von Münster in einem Interview mit SWR-Aktuell. Den Kommunen fehlen nötige finanzielle Mittel. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund weiß, dass ein Rettungsschirm für 2021 und 2022 erforderlich ist.

9 Milliarden Steuereinnahmen werden jeweils in diesem und im nächsten Jahr in den Kassen der Kommunen fehlen. Davon geht der Deutsche Städtetag aus. Doch gerade in dieser Zeit sind finanzielle Mittel umso wichtiger, um die Auswirkungen der Pandemie vor Ort zu lösen. Der Deutsche Städtetag fordert deswegen einen Ausgleich der Steuer-Mindereinnahmen durch den Bund. Der Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagt bisher „Nein“.

Für die Kommunen, die die Menschen durch und aus der Pandemie begleiten, könnte diese Antwort schwerwiegende Folgen haben: Es droht die Streichung freiwilliger Leistungen, die so wegweisend für die Zukunft sind. Gerade die Unterstützung von Sportvereinen, Ferien- und Freizeitaktivitäten und der kulturellen Szene sind wichtig für Familien und Kinder, die am meisten unter der Pandemie gelitten haben.

Das SWR Interview mit Markus Lewe und Moderator Andreas Böhnisch finden Sie zum Nachhören hier.

Zukunftsleistungen sichern

Im vergangenen Jahr hat nicht nur der Bund den Städten und Gemeinden ausgeholfen, auch die Länder waren sehr kooperativ. Das erwarten die Kommunen zukünftig ebenso, zumal durch den Rechtsanspruch auf Grundschulbetreuung erneut Kosten generiert werden, die in die Verantwortung der Städte und Gemeinden fallen. Dabei lautet der Grundsatz bei der Verteilung der finanziellen Lasten eigentlich „Wer bestellt, bezahlt“.

Die Ungewissheit bleibt

Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund fordert in einem Positionspapier einen zweiten Rettungsschirm und unterstreicht die Wichtigkeit kommunaler Investitionen als Konjunkturmotor. Demnach machen kommunale Investitionen rund zwei Drittel der gesamten Investitionstätigkeit des Staates aus.

Wird es eine weitere Entscheidung bezüglich des Rettungsschirms vor der Bundestagswahl geben? Wohl kaum. Es bleibt abzuwarten, inwieweit die neue Regierung auf die Forderungen des Deutschen Städtetages und des Deutschen Städte- und Gemeindebundes eingehen wird.

Happy Birthday Direct loan!

Happy Birthday Direct loan!

Vor einem Jahr gingen Loanboox und die Deutsche Kreditbank AG (DKB) mit dem Direktdarlehen an den Start. Das Resümee: Mit über 200 Krediten in Gesamthöhe von 2,5 Milliarden Euro konnten wir Kommunen bei der Liquiditätsbeschaffung schnell und unbürokratisch unterstützen.

Ein Produkt, das klassische Abläufe umdreht

Am 31. März 2020 launchen Loanboox und die DKB gemeinsam eine grundlegend neue, digitale Lösung für die Aufnahme und Vergabe von kommunalen Liquiditätskrediten. Was genau ist so neu an dieser Lösung? Nicht die Kommune oder die kommunale Körperschaft holt mehr die Angebote auf den traditionellen Wegen per Telefon oder schriftlich ein. Beim Direktdarlehen ist es umgekehrt. Die Kapitalgeber stellen tagesaktuell und proaktiv ihre Angebote, also Kreditkonditionen mit unterschiedlichen Laufzeiten und entsprechenden Zinskonditionen, ein. Die Kommune kann die Angebote direkt online vergleichen. Nach Auswahl der gewünschten Volumina und Laufzeiten wird der Kredit auf der Plattform verbindlich abgeschlossen. Das geht schnell und ist vor allem transparent.

Positive Resonanz

53 Kommunen haben das Direktdarlehen bereits genutzt, darunter Städte wie Frankfurt am Main oder Mönchengladbach. Sie alle profitieren von den Vorteilen. “Das Direktdarlehen sorgt für Markttransparenz. Die tagesaktuellen Angebote sind auf einen Blick vergleichbar und können bei Bedarf direkt online abgeschlossen werden“, sagt Rainer Lohse, Kassenleiter der Stadt Frankfurt am Main. Auch kleinere Kommunen wie beispielsweise Wipperfürth haben positive Erfahrungen gesammelt. Michael Berger von der Stadtkasse: „Über das Produkt Direktdarlehen erhalte ich einen direkten, tagesaktuellen Überblick über die am Markt verfügbaren Konditionen.“

 

Am Puls der Zeit bleiben

Ist tatsächlich alles online? Nein, denn der direkte Austausch mit unseren Kunden ist und bleibt wichtig. Dank deren Rückmeldungen – sowohl von Kapitalgebern als auch von Kommunen – werden die Funktionen des Online-Direktdarlehens stetig optimiert. Und persönlich bleibt vor allem die Unterstützung, die wir bei Fragen anbieten.

Wenn Sie mit uns Kontakt aufnehmen möchten, stehen wir Ihnen unter Telefon (+49 221 9865420) oder per Mail (direktdarlehen@loanboox.de) zur Verfügung.

Challenge and Opportunity: Theses on Municipal Development after the Pandemic

Einmal im Quartal tauschen sich die Mitglieder des Market Industry Boards von Loanboox über aktuelle Themen rund um die Kommunalfinanzierung aus. Im virtuellen März-Meeting war Norbert Portz vom Deutschen Städte- und Gemeindebund zu Gast. Er teilte sein Wissen und seine Erfahrung und stellte inspirierende Trends zur möglichen Entwicklung von Städten und Gemeinden nach Corona vor.

Ungefähr 11.000 Städte und Gemeinden gibt es in Deutschland, große und kleine, strukturschwache und strukturstarke. Was alle – trotz der Unterschiede – eint: Die Frage nach dem „Danach“ und welche Auswirkungen die Pandemie haben wird.

These 1: Innenstädte entwickeln neue Strukturen

Absehbar ist, dass sich der Online-Handel, der sich 2020 um 20% erhöht hat, auf hohem Niveau halten wird. Das hat enormen Einfluss auf die Einzelhändler vor Ort und auf die Struktur der Innenstädte.

Innenstädte sind der Spiegel der Gesellschaft und stellen deren Veränderung räumlich dar. Sie sind Heimat, bieten Identifikation, sind Anziehungspunkte für Einwohner und Touristen. Durch die Schließung von Kaufhäusern und Einzelhandelsgeschäften als Frequenzbringer geht viel davon verloren. Es braucht neue Nutzungskonzepte und angepasste Strukturen.

Die Zukunft liegt in der funktionalen Durchmischung

Einige Mittelstädte gehen mit gutem Beispiel voran – und taten es auch schon vor Corona. So wurde aus einem ehemaligen Kaufhaus in Chemnitz ein Museum und in Neuss entstand daraus ein Theater. Andere setzen auf eine Nutzungsmischung der Warenhaus-Immobilie aus Handel, Gastronomie, Bildung, Wohnen und Parken. Potenzielle Nachmieter für Einzelhandelsgeschäfte in den Einkaufsmeilen könnten Handwerksbetriebe, Kindergärten und Kreative sein, für die die Innenstadtlage aufgrund sinkender Mieten attraktiv wird. Sinkende Preise bieten auch Chancen für bezahlbares Wohnen in der Stadt und neue Arbeitskonzepte.

Doch eine Nutzungsänderung zieht andere Anpassungen nach sich. Lärmschutz und eine Flexibilisierung von Öffnungszeiten sind nur zwei Beispiele. Auch an andere Dinge ist zu denken: eine gute Fußgänger- und Fahrradinfrastruktur, ÖPNV-Anbindung und Erreichbarkeit mit einem möglichst emissionsarmen Individualverkehr. Attraktive, sichere und saubere öffentliche Wege und Plätze mit Sitzgelegenheiten sowie genügend Spielmöglichkeiten für Kinder sind ebenso wichtig.

Die Kommunen spielen mit ihrer Wirtschaftsförderung und ihrem Stadtmarketing bei der Gestaltung des Innenstadtwandels eine Schlüsselrolle und stehen vor großen Aufgaben.

Rathaus Deutschland

These 2: Das Arbeiten im Homeoffice stärkt das Umland der Metropolen

Das Arbeiten im Homeoffice wird von vielen Unternehmen auch zukünftig als gleichwertige Arbeitsform anerkannt. Ein komplettes Zurück zur Büro-Präsenzpflicht wird es – so liest man es in Umfragen und Studien – nicht geben. Die Auswirkungen, die sich daraus ergeben, werden vor allem in den Ballungsgebieten enorm sein: freiwerdende Büroräume und -gebäude in den Innenstädten und deren Umnutzung sind das eine, der Umzug aufs Land das andere.

Der Traum vom Haus im Grünen – und mehr Abgeschiedenheit

Egal, ob Köln, Frankfurt, Hamburg, Berlin, München, Stuttgart oder Düsseldorf – die ländlichen Gebiete um die deutschen Großstädte boomen. Dort kann man die Vorzüge des Landlebens mit denen der Nähe zur Großstadt verbinden: größere Wohnungen oder Häuser mit Garten, besserer Zugang zu Betreuungsplätzen für Kinder und die Natur gleich vor der Tür, gepaart mit städtischem kulturellem Angebot und medizinischer Versorgung. Die Arbeit im Homeoffice macht es zudem nicht mehr nötig, jeden Tag in die Stau-verstopfte Innenstadt zu fahren. Das schafft Freiheit und Freizeit.

Die steigenden Immobilienpreise spiegeln diesen Trend wider. Mit Ausnahme von Düsseldorf und Frankfurt sind die Preise von Eigentumswohnungen im Umland seit 2017 durchschnittlich stärker gestiegen als in den Metropolen selbst, so eine Studie der Sparda-Banken und des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln. Außerdem wundert es nicht, dass seit Beginn der Pandemie besonders die Nachfrage zum Kauf von Einfamilienhäusern stark gestiegen ist.

Eine gute Infrastruktur ohne Wenn und Aber

Die kleinen und mittleren Städte und Gemeinden profitieren von der Landliebe. Aber auch hier braucht es Konzepte zur Weiterentwicklung der Strukturen. Der Ausbau der öffentlichen Verkehrsmittel und die Anbindung in die Metropole, Breitbandinternet und Glasfaserkabel, Sicherstellung der medizinischen Versorgung und der Ausbau von Kindergärten und Grundschulen sind wichtige Kriterien, wenn es darum geht, den passenden Wohnort auszuwählen.

Generell wird das „Danach“ eine gesamtgesellschaftliche soziale und kulturelle Aufgabe, die weit über kommerzielle Blickpunkte hinausgeht.

Apropos kommerzielle Blickpunkte: Wenn Sie sich für Offenmarktgeschäfte interessieren und wie Kommunen von der EZB-Finanzspritze profitieren können, dann lesen oder hören Sie hier weiter.

Successful 2020 for Loanboox despite Covid-19

Successful 2020 for Loanboox despite Covid-19

Vervierfachtes Abschluss-Volumen im Vergleich zu 2019

Die Plattform für Fremdfinanzierungen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das stärkste Wachstum verzeichnete das Fintech in Deutschland mit einem vervierfachten Jahres-Abschlussvolumen von 2.2 Mrd. Euro. Ein wichtiger Baustein für das Ergebnis war die Einführung des innovativen Online-Produktes Direktdarlehen. 
 

Trotz unbeständiger Bedingungen wurden 2020 über Loanboox Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von EUR 7 Milliarden abgeschlossen – davon 2,2 Milliarden allein in Deutschland. Im deutschen Markt hat die Fremdfinanzierungs-Plattform damit ihr Abschlussvolumen vervierfacht. Bei der Zahl der Kreditanfragen gab es ein Plus von 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der positive Wachstums-Trend aus 2019 konnte erfolgreich fortgesetzt werden. 

Corona und die Auswirkungen auf das kommunale Kreditgeschäft 

Bedingt durch die Folgen der Pandemie, nahm vor allem die Nachfrage nach Kassenfestkrediten zur Sicherung der kurzfristigen Liquidität stark zu. Die neue, gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) entwickelte Lösung für die Aufnahme und Vergabe von kommunalen Liquiditätskrediten hat dieses Bedürfnis aufgenommen: 43 Kommunen konnten sich dank „Online-Direktdarlehen günstige Konditionen für ihre Liquidität sichern und profitierten von einer deutlichen Vereinfachung der Prozesse. Allein im Frühjahr 2020 wurden über EUR 1 Mrd. Kreditvolumen über die Plattform abgewickelt.  

Das Einloggen auf der Seite www.loanboox.de wurde in vielen Kämmereien zum täglichen Ritual, um Zinskonditionen zu prüfenDabei profitierten die Kunden auch davon, dass fast alle Finanzierungsschritte digital abgewickelt werden können – auch aus dem Home-Office. Die Plattform bewährte sich in der Krisenzeit und war solider Finanzierungspartner sowohl für Großstädte als auch für Landkreisekleinere Städte und Gemeinden. 

Frühsommer bringt die Kapitalgeber zurück

Auf der Anlegerseite sorgte die Krise im März und anfangs April für Zurückhaltung. Einzelne Banken haben ihre Liquidität im Geldmarkt ganz abgezogen, Sparkassen nahmen sogar Geldanlagen zu Pluszinsen rein. Sowohl im Geld- wie auch im Kapitalmarkt sind die Anzahl der Angebote für Kommunen zurückgegangen. Ab Mitte April entspannte sich die Situation wieder: Die Zinsen kehrten auf ihr historisch niedriges Niveau zurück – sogar leicht unter denjenigen vor der Coronakrise – und somit auch die Anzahl Angebote für Kommunen.  

Über Loanboox

Das Fintech Loanboox ist die europaweit führende Plattform für Fremdfinanzierungen und ist in sechs Ländern vertreten. Vier Jahre nach Go-Live wurde die 20-Milliarden Grenze an abgeschlossenem Volumen geknackt. Seit dem Start Ende 2016 konnten über 1600 Deals abgewickelt werden. Kunden sind Kommunen, Kommunalunternehmen und Stadtwerke als Kreditnehmer, institutionelle Anleger und Banken als Kapitalgeber. 

Kontakte für Fragen

loanboox GmbH 
Ralf von Cleef, Geschäftsführer 
Andrea Gazzetto, Marketing Communications Managerin 
Neue Weyerstr9, 50676 Köln 
0221 – 98654220, info@loanboox.de