Innovation Days: Playground and Pool of Ideas

Zwei Tage, sechs Arbeitsgruppen und jede Menge gute Ideen – das waren die Grundlagen für die Loanboox-internen “Innovation Days” bei denen vor allem eins im Mittelpunkt stand: Die Fremdfinanzierungs-Plattform für Kunden besser zu machen.

„Leute, ich bin aufgeregt“, schreibt Loanboox Schweiz-Geschäftsführer Andi Burri in den gemeinsamen Chat seiner Arbeitsgruppe. Noch eine halbe Stunde bis zur Workshop-Präsentation. Zusammen mit vier weiteren Kollegen und Kolleginnen hat er sich mit dem Thema „Emotional Design“ beschäftigt, also mit der Frage, an welchen Stellen der Finanzierungsplattform man die Kunden noch besser abholen könnte. Dazu hat das Team unter anderem Pop-Up-Fenster entwickelt, neue Buttons kreiiert und E-Mail-Benachrichtigungen überarbeitet. Jetzt wird noch letzte Hand an die Slides gelegt, denn natürlich will man die anderen von den eigenen Ideen überzeugen – am Ende der „Innovation Days“ soll schliesslich ein Gewinner gekürt werden.

Mut haben, auch mal “outside the box” zu denken

Auch die übrigen fünf, länderübergreifenden Gruppen haben die Zeit genutzt, um sich intensiv mit ihren jeweiligen Schwerpunktthemen auseinander zu setzen. Zum Beispiel, wie der Finanzierungs-Prozess mit einer digitalen Signatur wirklich komplett digital zu Ende gedacht werden könnte. Und welche Vorteile das für die Kunden hätte. Wie man Plattform-User untereinander besser vernetzen oder in welchen Bereichen sich Loanboox nachhaltiger aufstellen könnte.

Loanboox Workshop Innovation Days

Kreativität und Ideenreichtum sind, trotz der räumlichen Dinstanz, beachtlich. Und die Workshop-typschen Pizza-Orgien gibt es auch – nur eben daheim vor dem Bildschirm. Vieles von dem, was die Mitarbeitenden in den zwei Tagen entwickelt haben, wird umgesetzt werden. Kleinere, aber wichtige Quick Wins, wie die bessere Auffindbarkeit des Finanzierungs-Buttons auf der Plattform oder eine neue 404-Fehler-Seite sind es bereits.

The winner takes it all? Nicht in diesem Fall

Und wer macht am Ende das Rennen? Das Team, das mit einer einzigartigen Präsentation die Bedürfnisse möglicher Kapitalgeber aufzeigt und demonstriert, wie die Plattform entsprechend angepasst werden könnte. Doch ihren Erfolg und den damit verbunden Preis – ein Team-Event, wenn die Covid-19-Pandemie vorbei ist – wollen die Kollegen nicht alleine geniessen, sondern mit allen teilen.

Auch das ist gute Teamarbeit.

 

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Open market operations: How municipalities benefit from the ECB’s cash injection

Offenmarktgeschäfte gehören mit zu den wichtigsten Instrumenten im Werkzeugkasten der Notenbanken – und sie helfen bei der Kommunalfinanzierung. Über die Hintergründe dieser Finanzpolitik sprechen wir mit Harald Endres, Head of Treasury bei der Deutschen Kreditbank (DKB).

Das Grundprinzip hinter der Offenmarktpolitik der EZB ist eigentlich ganz einfach: Banken und Kreditinstitute zu sehr guten Konditionen mit Liquidität zu versorgen. Aber schaut man ins Detail, ist das Ganze dann doch ein wenig komplizierter. Es gibt Refinanzierungs-, Mengen- und Zinstender. Was hat es damit auf sich? Und wie profitieren am Ende die Kreditnehmer – also auch Kommunen von dieser Finanzpolitik?

Zusammen mit Harald Endres, Head of Treasury bei der DKB schauen wir in die Historie der Offenmarktgeschäfte und welche Rolle sie zum Beispiel auch in der Corona-Krise spielen:

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Successful 2020 for Loanboox despite Covid-19

Successful 2020 for Loanboox despite Covid-19

Vervierfachtes Abschluss-Volumen im Vergleich zu 2019

Die Plattform für Fremdfinanzierungen blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr zurück. Das stärkste Wachstum verzeichnete das Fintech in Deutschland mit einem vervierfachten Jahres-Abschlussvolumen von 2.2 Mrd. Euro. Ein wichtiger Baustein für das Ergebnis war die Einführung des innovativen Online-Produktes Direktdarlehen. 
 

Trotz unbeständiger Bedingungen wurden 2020 über Loanboox Finanzierungen mit einem Gesamtvolumen von EUR 7 Milliarden abgeschlossen – davon 2,2 Milliarden allein in Deutschland. Im deutschen Markt hat die Fremdfinanzierungs-Plattform damit ihr Abschlussvolumen vervierfacht. Bei der Zahl der Kreditanfragen gab es ein Plus von 200 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der positive Wachstums-Trend aus 2019 konnte erfolgreich fortgesetzt werden. 

Corona und die Auswirkungen auf das kommunale Kreditgeschäft 

Bedingt durch die Folgen der Pandemie, nahm vor allem die Nachfrage nach Kassenfestkrediten zur Sicherung der kurzfristigen Liquidität stark zu. Die neue, gemeinsam mit der Deutschen Kreditbank AG (DKB) entwickelte Lösung für die Aufnahme und Vergabe von kommunalen Liquiditätskrediten hat dieses Bedürfnis aufgenommen: 43 Kommunen konnten sich dank „Online-Direktdarlehen günstige Konditionen für ihre Liquidität sichern und profitierten von einer deutlichen Vereinfachung der Prozesse. Allein im Frühjahr 2020 wurden über EUR 1 Mrd. Kreditvolumen über die Plattform abgewickelt.  

Das Einloggen auf der Seite www.loanboox.de wurde in vielen Kämmereien zum täglichen Ritual, um Zinskonditionen zu prüfenDabei profitierten die Kunden auch davon, dass fast alle Finanzierungsschritte digital abgewickelt werden können – auch aus dem Home-Office. Die Plattform bewährte sich in der Krisenzeit und war solider Finanzierungspartner sowohl für Großstädte als auch für Landkreisekleinere Städte und Gemeinden. 

Frühsommer bringt die Kapitalgeber zurück

Auf der Anlegerseite sorgte die Krise im März und anfangs April für Zurückhaltung. Einzelne Banken haben ihre Liquidität im Geldmarkt ganz abgezogen, Sparkassen nahmen sogar Geldanlagen zu Pluszinsen rein. Sowohl im Geld- wie auch im Kapitalmarkt sind die Anzahl der Angebote für Kommunen zurückgegangen. Ab Mitte April entspannte sich die Situation wieder: Die Zinsen kehrten auf ihr historisch niedriges Niveau zurück – sogar leicht unter denjenigen vor der Coronakrise – und somit auch die Anzahl Angebote für Kommunen.  

Über Loanboox

Das Fintech Loanboox ist die europaweit führende Plattform für Fremdfinanzierungen und ist in sechs Ländern vertreten. Vier Jahre nach Go-Live wurde die 20-Milliarden Grenze an abgeschlossenem Volumen geknackt. Seit dem Start Ende 2016 konnten über 1600 Deals abgewickelt werden. Kunden sind Kommunen, Kommunalunternehmen und Stadtwerke als Kreditnehmer, institutionelle Anleger und Banken als Kapitalgeber. 

Kontakte für Fragen

loanboox GmbH 
Ralf von Cleef, Geschäftsführer 
Andrea Gazzetto, Marketing Communications Managerin 
Neue Weyerstr9, 50676 Köln 
0221 – 98654220, info@loanboox.de 

Happy holidays and a successful new year!

Ein ungewöhnliches und herausforderndes Jahr geht zu Ende. Ein Jahr, das vielen von uns viel abverlangt hat. Aber natürlich gab es auch schöne und positive Momente, auf die es sich zurückzublicken lohnt.

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 Auch für uns gab es 2020 schöne und prägende Erlebnisse: Wir freuen uns, dass wir Kommunen und Unternehmen in fünf Ländern dabei unterstützen konnten, ihre Finanzierungsanfragen erfolgreich über unsere Plattform abzuschließen. 105 neue Kapitalgeber konnten wir begrüßen und hoffen, dass wir ihnen – und allen anderen – mit unseren Tools die Arbeit erleichtern. Mit dem Online-Direktdarlehen konnten wir Kommunen eine Lösung für Liquiditätskredite anbieten, die sich etabliert hat, darauf sind wir stolz. Und wir finden es großartig, liebe Loanboox-Community, dass wir auch von zu Hause aus reibungslos mit Ihnen zusammenarbeiten und kommunizieren können.

Herzlichen Dank für das entgegengebrachte Vertrauen und das Interesse in diesen besonderen Zeiten.

Jetzt ist es Zeit, durchzuatmen und die Reset-Taste für 2021 zu drücken. Wir freuen uns auf ein gemeinsames, neues Jahr

Wir wünschen Ihnen frohe und erholsame Festtage mit Ihrer Familie und alles Gute für 2021. Bleiben Sie gesund.

Ihr Loanboox-Team

Digitisation as participation

Digitisation as participation

Professor Dr. Michael Bruno Klein und DR. Johannes Winter erläutern:

Die digitale Transformation ist in aller Munde und stellt einen grundlegenden Strukturwandel dar, der alle Lebensbereiche betrifft und verändert. Dabei klingt dieser „Strukturwandel“ so technisch und unpersönlich, bedeutet aber das genaue Gegenteil, nämlich einen Bewusstseinswandel aller Akteure. Ein Beispiel: Carsharing ist nicht einfach nur ein Auto ausleihen, sondern Verfügbarkeit – nicht mehr Besitz. Hier verändert sich also etwas auf der mentalen Ebene. Die gesamte Bibliothek ist nun im eReader und nicht mehr als Dokumentation der eigenen (vermeintlichen) Bildung in großen Bücherregalen, die das ganze Arbeitszimmer prägen – und bei online-meetings gerne als Hintergrund genutzt (oder eingeblendet?) werden. In der Wirtschaft haben sich zahlreiche Wertschöpfungsbereiche fortwährend an neue Marktbedingungen anpassen müssen (Stichwort „Globalisierung“). Die digitale Vernetzung, die Entwicklung einer Plattformökonomie und die Fortschritte der Künstlichen Intelligenz (doch Vorsicht: Rechnen ist nicht Denken und Korrelation ist nicht gleich Kausalität) werden Wertschöpfung weiter verändern. Bisher erfolgreiche Geschäftsmodelle werden innoviert oder verschwinden ganz, datengetriebene Geschäftsmodelle dominieren zunehmend. Die Arbeitswelt wird eigenverantwortlicher und flexibler (das ist die positive Bewertung) oder unüberschaubarer und unsicherer – das ist die negative Auslegung. Fest steht – und das nicht nur durch die Corona-Pandemie ausgelöst – Leben und Arbeiten rücken näher zusammen – das Stichwort lautet Homeoffice und der schon etwas abgegriffene Begriff des „lebenslangen Lernens“ erlebt in diesem Zusammenhang ein Comeback – und das nicht im Sinne von „Weiterbildungs-Urlaub“. Digitale Technologien als Basis für gesellschaftliche Teilhabe In der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts sind digitale Technologien – und der kompetente Umgang mit diesen – gleichbedeutend mit einem verbesserten Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe. Reichte bisher die Fähigkeit zu lesen und zu schreiben, um am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, werden künftig neue Kompetenzen benötigt. Betrachten wir zunächst den Begriff der Kulturtechnik: Kulturtechniken sind kulturelle Konzepte zur Bewältigung von konkreten Herausforderungen in unterschiedlichen Lebenssituationen. Bei der Entwicklung solcher Kulturtechniken handelt es sich immer um Errungenschaften, die in einem soziokulturellen Kontext entstehen, weshalb Kulturtechniken auf sozialer Interaktion und gesellschaftlicher Teilhabe (Partizipation) gründen. Einfache Kulturtechniken sind z.B. Jagen und Feuer machen, komplexere Kulturtechniken stellen z.B. Landwirtschaft und Wissenschaft dar. Dafür sind jeweils individuelle Kompetenzen notwendig – hier einige sehr vereinfachte Beispiele: Der Mensch der Steinzeit musste in der Lage sein zu jagen, Feuer zu machen und zu kämpfen. Später kamen Ackerbau und Viehzucht sowie die Fähigkeit des Handelns hinzu, Jagen und Kämpfen traten in den Hintergrund. Der mittelalterliche Ritter musste nicht nur Jagen und Kämpfen (auch Turnier) können, sondern auch Tanzen und „Minne“ beherrschen. Heute wird gesellschaftliche Teilhabe in der Regel durch Lesen, Schreiben und Rechnen bestimmt. Was aber zu jeder Zeit wichtig war, ist die Kompetenz der Kommunikation, also sich austauschen zu können. Wie ist aber nun Digitalisierung als Teilhabe zu verstehen? Welche Fähigkeiten benötigt der Mensch im Rahmen der Digitalisierung als Kulturtechnik? Fragen wir zunächst, was eigentlich das Ziel der Digitalisierung ist? Oftmals lautet die Antwort – die vernetzte Gesellschaft, aber das ist zu kurz gesprungen. Ziel der Digitalisierung ist eine Gesellschaft, in der wir besser, gesünder und sicherer leben können. Das Mittel dazu kann die Digitalisierung sein. Ein wesentliches Merkmal wird ein neues Miteinander von Mensch und Maschine sowie die Ungebundenheit an den Raum. Der durch Corona veranlasste “Sprung in die Digitalisierung” ist dafür ein Beispiel – zoom-meetings mit Partnern weltweit und Statussymbole wie ein großes Büro oder die Assistenz im Vorzimmer fallen einfach weg. Weg fallen jedoch auch die bisherigen Mittel der damit verbundenen Einschätzung des Gegenüber, die Atmosphäre und die „Chemie“ sind nicht mehr so einfach zu greifen. Kommunikation wird direkter und interkultureller, aber eben nicht persönlicher. Ein Beispiel ist die Entwicklung von Fremdsprachenkompetenz in der Zukunft: wer hat schon Lust, Stunde um Stunde Vokabeln und Grammatik zu pauken, wenn der kleine Sprachcomputer (C3PO lässt grüßen) alle Sprachen perfekt beherrscht und ich dazu nur noch einen kleines Mikro und einen Knopf im Ohr brauche? Allerdings ist die Beherrschung einer Fremdsprache mehr als nur Sprache, sondern der Zugang und das Verständnis einer Kultur. Ob dieses Bewußtsein jedoch ausreichen wird, um doch noch Vokabeln und Grammatik Stunde um Stunde zu lernen, ist aus unserer Sicht mehr als fraglich. Welche Kompetenzen werden nun in der Digitalisierung gebraucht? Hier wird oftmals von „general literacy“ gesprochen, also das grundlegende Verständnis von digitaler Funktionslogik und deren Umsetzung in Hard- und Software (Funktionslogik nicht zu verwechseln mit Programmieren). Weitere Kompetenzen sind Anwendungskompetenz (also die aktive und zielgerichtete Nutzung von digitalen Medien) sowie Diskurskompetenz (also die sachlich fundierte und konstruktive Teilnahme an Debatten und das kollektive Lösen von Problemen). Dies ist nicht zu schaffen mit einem Pflichtfach Informatik, sondern im Gegenteil: digitale Kompetenz muss in Bezug auf jeden Lebensbereich (und jedes Schulfach) entwickelt werden. FinTechs sind digitale Vorreiter Was bedeutet das nun speziell für den Finanzsektor? Wo sind die Chancen der Digitalisierung für neue Geschäftsmodelle bzw. neue Ertragsquellen? Welche konkreten Kompetenzen müssen Mitarbeiter/innen von Finanzinstituten haben? Eine Antwort ist – wie immer – mal sehen, was die Vorreiter machen, im Finanzbereich also FinTechs, da diese über digitale Kompetenzen verfügen, die man zumindest kennen sollte. Zwei Praxisbeispiele aus dem großen Fundus der deutschen KI-Landkarte geben Aufschluss: In Zeiten von elektronischen Bezahlnetzwerken, E-Wallet und Blockchain sind drei- bis fünfstellige Finanztransaktionen pro Sekunde keine Seltenheit – und das wird angesichts exponentiellen Wachstums in der IT-Industrie nicht das Ende der Fahnenstange sein. Allerdings kann bei dieser Datenflut kein Mensch Betrugsvorfälle wie Identitätsdiebstahl, Kontofälschung oder Account-Übernahme identifizieren und Transaktionen rechtzeitig stoppen. Schon gar nicht in Echtzeit (unter einer Millisekunde). Hier kommen FinTechs wie Risk Ident mit ihrem digitalen Geschäftsmodell ins Spiel: die Betrugserkennungssoftware der Hamburger, die 2012 aus der Otto-Group hervor gingen, erkennt mittels Machine-Learning-Algorithmen Unregelmäßigkeiten wie Kontoübernahmen durch Phishing, Schadsoftware oder Datendiebstahl. Digitalisierung reduziert in diesem Fall das Schadenspotential und hilft dort, wo wir Bedrohungen schutzlos ausgeliefert wären. Ohne den Menschen geht dennoch nichts: menschliche Data Scientists etwa entwickeln Algorithmen, analysieren Daten, prüfen auf Plausibilität und haben damit Computerprogrammen etwas voraus: sie sind meist in der Lage, Korrelation und Kausalität zu unterscheiden – eine sehr wichtige Fähigkeit. Das zweite Beispiel zeigt, wie Liquidität in Unternehmen gesichert werden kann (in Corona-Zeiten wichtiger denn je), indem Forderungsmanagement und Inkasso digitalisiert werden. Das FinTech PAIR Finance hilft Mandanten wie Zalando und Klarna bei der Rückerstattung offener Forderungen und setzt dafür die KI-Methode Reinforcement Learning ein, um zielführende Strategien und erfolgreiche Abläufe wiederholbar zu machen. Das Berliner Start-up wertet dafür Merkmale wie Reaktionsgeschwindigkeit und Vertrauenswürdigkeit säumiger Klienten aus, um daraus Verhaltensmuster zu identifizieren und Zahlungsbereitschaft ableiten zu können. Da in Krisenzeiten häufig die Anzahl derer steigt, die unverschuldet mit Zahlungen in Rückstand geraten, geht es im digitalen Forderungsmanagement auch darum, Wege aus der Notlage für beide Seiten zu finden. Das können beispielsweise Ratenzahlungen oder Stundungen sein, die es Kreditor wie Debitor ermöglichen, ihre Kundenbeziehung vertrauensvoll fortzusetzen. Auch das kann Teilhabe durch Digitalisierung sein. Um neue, bedarfsorientierte Geschäftsmodelle zu etablieren, gewinnen ebenso plattformbasierte Lösungen für Unternehmen an Bedeutung. Plattformen sind kein neues Phänomen. Im privaten Bereich haben sie sich längst etabliert. Unternehmen wie Facebook, Uber oder Amazon gehören heute zu den wertvollsten Unternehmen der Welt und adressieren Millionen von Nutzern. Auch in der Finanzbranche fasst die Plattformökonomie seit einigen Jahren langsam, aber sicher Fuß. Neben klassischen Vergleichsportalen sind es aus Sicht der Banken vor allem digitale Kreditmarktplätze, die an Bedeutung zugenommen haben. Derartige elektronischen Plattformen verbinden kapitalsuchende Unternehmen bzw. Einrichtungen der Öffentlichen Hand mit Investoren und fungieren als „Matchmaker“. An die Plattform angeschlossene Investoren haben die Möglichkeit, dem Kunden individuelle Angebote zu unterbreiten. Hierbei helfen Algorithmen, die zum Beispiel nach Region, Branche, Laufzeit und Kreditvolumen filtern. Erst nach der Freigabe durch den Kreditnehmer werden die Finanzinstitute über die Anfrage informiert und können die Unternehmensdaten einsehen. Die internetbasierte Anwendung erlaubt den Investoren einen digitalen Zugang zu den aufbereiteten Informationen der Kreditnehmer mit entsprechenden Downloadmöglichkeiten – umgekehrt haben die Unternehmen zu jeder Zeit ebenso vollständige Transparenz, da Angebote eingesehen werden können, sobald sie von den Kreditinstituten hochgeladen werden. Kunden haben damit die Möglichkeit, zu diesem Zeitpunkt die Konditionen online und gegenüber dem Kreditinstitut ohne Zusageverpflichtung zu vergleichen. Kommen wir zurück zum Anfang: Kulturtechniken beruhen auf sozialer Interaktion und gesellschaftlicher Teilhabe und das gilt auch für die Digitalisierung. Lesen, Schreiben und Rechnen werden künftig nicht mehr das A und O der gesellschaftlichen Teilhabe sein (wenn auch sicherlich nützlich). Digitale Kompetenz im Sinne einer Anwendungskompetenz (= aktive und zielgerichtete Nutzung von digitalen Medien) und vor allem die Diskurskompetenz, d.h. die sachlich fundierte und konstruktive Teilnahme an Debatten und das kollektive Lösen von Problemen, werden an Gewicht weiter zunehmen. Übrigens: Das Denken wird uns dabei auch in Zukunft nichts und niemand abnehmen – allerdings nur, wenn wir bisher schon selbst gedacht haben. Haben wir das aber bisher schon nicht (das Denken), dann brauchen wir uns auch nicht zu fragen, wer künftig für uns denkt, denn das tut scheinbar schon jetzt ein anderer ….

Press release: 40bn milestone and strengthened executive team

Press release: 40bn milestone and strengthened executive team

  • BlaBlaCar manager Philippe Cayrol new CEO
  • Founder Stefan Muehlemann focuses on his position as Executive Chairman

Zurich, June 17th, 2020. The debt capital market platform Loanboox is broadening its executive team: Philippe Cayrol joins the Fintech as its new CEO. The experienced start-up manager takes over from founder Stefan Muehlemann who will focus on his role as Executive Chairman.

Philippe Cayrol, new CEO

unicorn BlaBlaCar. As Head of Corporate & Business Development, Cayrol developed the start-up into the world’s largest carpooling marketplace. Previously, Cayrol co-founded an investment fund in London that focused on growth capital for early stage companies.
The digitalisation of the large debt markets is only getting started, so I am very excited to join an exceptional team who is passionate about bringing more efficiency, accessibility and transparency to the debt capital markets. I am impressed by the innovative features and the traction of the platform and look forward to contributing to the future success of all our users,
says Cayrol.

Strengthened executive team to support new growth phase

With over CHF 40 billion of financing requests handled through the platform since the start and 2’500 organisations in six countries, I am incredibly proud of what we have achieved. As we now scale up our activities to the next level, including new products and target groups, it felt natural to strengthen the team. Whilst I was the right CEO for Loanboox’ inception and first years, it is now time to hand over operational responsibility to experts with relevant experiences. With Philippe, we have found a talented executive with the right mix of entrepreneurial spirit and execution capabilities,

says Muehlemann.

In addition to Cayrol, the two previous members Dario Zogg (Co-Founder & CTO) and Dominique Huegli (COO) complete Loanboox’ executive board. Co-Founder Andi Burri will continue his responsibilities as Country Head Switzerland and member of the Board of Directors, and will additionally focus on key customer relationships. Stefan Muehlemann, who founded Loanboox in 2015 and was CEO since then, will concentrate on his position as Executive Chairman.

About Loanboox:

Loanboox is the leading European debt capital market platform for large corporations, public-sector entities, institutional investors and banks. To date, Loanboox has processed financing requests of EUR 40 bn and is active in six countries.

Here you can download the press release and a picture of Philippe Cayrol and Stefan Muehlemann.